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Seinen Namen verdankt die Nase der verdickten Oberlippe.

Bild: Kanton St. Gallen

(sda-ats)

Einst Speisefisch für arme Leute, ist die Nase in den verbauten Flüssen der Schweiz fast ausgestorben. Nun haben St. Galler Biologen 20'000 Jungfische in einem renaturierten Seitenarm der Linth ausgesetzt.

Wie Lachse zogen die Nasen jeden Frühling in grossen Schwärmen die Schweizer Flüsse hoch und legten Strecken von über hundert Kilometern zurück. Die Kanalisierung und Verbauung der Flüsse durch Kraftwerke verunmöglichten jedoch die Laichwanderungen. Die Fische wurden nahezu ausgerottet. Nur noch knapp zwei Prozent der ursprünglichen Population sind vorhanden.

Der Kanton St. Gallen hat ein Wiederansiedlungsprojekt gestartet, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Am Mittwoch wurden 20'000 fingerlange Jungfische in einen renaturierten Seitenarm der Linth in die Freiheit entlassen. Die Eier stammen von wildlebenden Nasen aus der Murg im Kanton Thurgau.

Hoffen auf Comeback

Laut Untersuchungen von Fischbiologen hat sich der Lebensraum an der Linth verbessert. "Die vermehrte Beobachtung von wildlebenden Nasen im Kanton St. Gallen gibt uns Hoffnung, dass die Nase bald ein Comeback feiern kann", sagte der St. Galler Regierungsrat Bruno Dammann.

Die Wiederansiedlung ist Teil eines Schutz- und Förderprogramms, an dem sich die Schweiz, Vorarlberg und das Fürstentum Liechtenstein beteiligen. Regelmässige Wiederansiedlungen seien nötig, damit die Nase wieder grossflächig in die Flüsse zurückkomme, heisst es im Communiqué.

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SDA-ATS