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Zürich - Verunsicherte Bankkunden haben im vergangenen Jahr den unabhängigen Bankenombudsman Hanspeter Häni mit Anfragen bestürmt. 4757 Fälle bearbeitete die Vermittlungstelle, das sind nochmals 14 Prozent mehr als der Rekord des Vorjahres von 4163 Fällen.
Generell stellt Häni den Schweizer Banken ein gutes Zeugnis aus. Es habe aber zu viele Fehler seitens der Banken gegeben, sagte er am Dienstag vor den Medien in Zürich. Erneut waren es vor allem kleine Anleger mit wenig Wissen über die Finanzmärkte, die Häni und seinen Mitarbeitern Arbeit bescherten.
Zahlreiche Kunden hätten sich im Glauben gewiegt, ihre Anlagen seien vor Verlusten geschützt, sagte Häni. Vermeintlich sichere Papiere des US-Investmenthauses Lehman Brothers oder der gescheiterten isländischen Kaupthing-Bank, die durch die Krise wertlos geworden waren, waren wie schon 2008 Grund für viele Anfragen.
Explosionsartig mehr AnfragenSeit der Lehman-Pleite Mitte September 2008 waren die Anfragen an die Ombudsstelle explosionsartig angeschwollen. Während sich vor der Krise wöchentlich etwa 30 Bankkunden meldeten, waren durch das Lehman-Debakel plötzlich 200 und mehr. 2009 lag der Schnitt dann bei 140 bis 160 Anfragen, wie Häni sagte.
Die Ombudsstelle habe trotz personeller Verstärkung am Rande der Belastbarkeit gestanden: "In aller Offenheit: Wir möchten das aus anderen Gründen nicht noch einmal erleben", sagte Häni. Inwischen sei die Flut zurückgegangen und das Niveau von rund 40 Anfragen pro Woche wieder erreicht.
Mehr als 3000 Anfragen hätten sich 2009 auf Lehman Brothers, Kaupthing und Finanzderivate nach dem Muster Absolute oder Total Return bezogen, sagte Häni. Ende 2008 geriet beispielsweise die Credit Suisse in die Schlagzeilen, weil sie Lehman-Produkte vermittelt hatte und dafür nur teilweise Entschädigung bezahlte.
Der Bankenombudsman darf nicht bekannt geben, bei welchen Banken er vorstellig wurde. Er habe mit allen Arten von Banken zu tun gehabt, sagte Häni lediglich.

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SDA-ATS