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Bei zwei Angriffen sunnitischer Extremisten auf Studentinnen in Pakistan sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Am Samstag sprengte sich zunächst eine Selbstmordattentäterin in einem mit jungen Frauen besetzten Universitätsbus in der Stadt Quetta in die Luft.

Sie riss 13 Studentinnen mit in den Tod, wie die Behörden mitteilten. Zum Zeitpunkt des Anschlags verliess der Bus gerade die einzige reine Frauen-Universität in Quetta.

90 Minuten später sprengte sich ein weiterer Extremist in dem Spital in die Luft, wo die Verletzten behandelt wurden. Danach eröffneten Kämpfer der sunnitischen Extremistengruppe Lashkar-e-Jhangvi das Feuer.

Nach mehreren Stunden stürmten die Sicherheitskräfte schliesslich die Klinik und befreiten 35 Geiseln, wie das Innenministerium mitteilte. Es gab demnach elf Tote. Auch vier Angreifer wurden getötet, ein fünfter festgenommen.

Lashkar-e-Jhangvi bekannte sich zum Doppelanschlag in der Hauptstadt der Unruheprovinz Belutschistan. Das Selbstmordattentat im Bus sei "von einer unserer Schwestern" verübt worden, sagte ein Sprecher Journalisten in Quetta.

Ban: Nichts rechtfertigt solche Gewalt

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Anschläge aufs Schärfste. "Nichts rechtfertigt eine solche Gewalt", erklärte Bans Sprecher Martin Nesirky in New York. Ban betrachte die seit einigen Jahren ansteigende Gewalt gegen Frauen in Pakistan mit Sorge.

Im Südwesten des Landes gibt es immer wieder Angriffe auf Mädchen und Frauen, die zur Schule oder zur Universität gehen. Für weltweite Bestürzung sorgte im vergangenen Jahr ein Anschlag auf die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai.

Malala berichtete seit drei Jahren in einem Blog über ihr schwieriges Leben im nordwestlichen Swat-Tal. Im Oktober schoss ihr ein Kämpfer der islamistischen Taliban in ihrem Schulbus in den Kopf. Sie überlebte den Anschlag nur knapp und lebt inzwischen in Grossbritannien.

Historisches Gebäude in die Luft gesprengt

In der Nacht zum Samstag sprengten Extremisten in der Provinz Belutschistan ein historisches Gebäude in die Luft, in dem Staatsgründer Mohammed Ali Jinnah seine letzten Tage verbrachte. Die Angreifer seien in die Ziarat Residency eingedrungen, hätten den Wachmann erschossen und mehrere Sprengsätze angebracht, um das hölzerne Gebäude aus dem 19. Jahrhundert zu zerstören, sagte ein Verwaltungsbeamter.

Laut Polizei fing das Gebäude Feuer und brannte praktisch vollständig nieder. Niemand bekannte sich zu dem Anschlag, den der UNO-Generalsekretär ebenfalls verurteilte.

Jahrzehntelanger Kampf gegen Zentralregierung

In der dünnbesiedelten und unterentwickelten Wüstenprovinz Belutschistan kämpfen seit Jahrzehnten islamistische und separatistische Gruppierungen gegen die Zentralregierung in Islamabad.

Die neue Regierung von Nawaz Sharif ernannte in Belutschistan kürzlich Politiker der belutschisch-nationalistischen Bewegung zum Gouverneur und Regierungschef der Provinz. Er nährte damit die Hoffnung, dass es gelingen könnte, die dortigen Spannungen abzubauen.

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SDA-ATS