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Mit mehr als 250 Millionen Euro soll Frankreichs Schulen nach der islamistischen Anschlagsserie geholfen werden, Grundwerte wie Freiheit und Toleranz besser zu vermitteln und eine Radikalisierung von Jugendlichen zu verhindern.

Die Schulen dürften es nicht zulassen, dass die "Werte der Republik in Frage gestellt werden", sagte Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem in Paris. Die zusätzlichen Mittel sollten über drei Jahre bereitgestellt werden.

Wie bereits am Vortag von Frankreichs Staatschef François Hollande angekündigt, sollen Schüler künftig von der Grundschule bis zum Abschluss in Staatsbürgerkunde unterrichtet werden. Dabei sollen auch der Grundsatz der Laizität, also der Trennung von Staat und Kirche, der Umgang mit Medien und der Austausch von Argumenten vermittelt werden.

Der neue Unterrichtsplan soll ab dem kommenden Schuljahr gelten. Insgesamt stellte Vallaud-Belkacem 16 Massnahmen im Zuge einer "Grossen Mobilisierung der Schule für die Werte der Republik" vor.

Nach dem Anschlag auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" mit zwölf Toten hatten Jugendliche an zahlreichen Schulen eine Schweigeminute im Gedenken an die Opfer nicht eingehalten und gestört. In Frankreich löste dies eine besorgte Diskussion darüber aus, ob Grundwerte an den Schulen ausreichend vermittelt werden - und wie mit Schülern umgegangen werden soll, die ihre Ablehnung dieser Werte deutlich machen und sich etwa zu radikalislamischen Ideen hingezogen fühlen.

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SDA-ATS