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27-jährige Frau wird bei Ehestreit in Vorarlberg getötet

In der Vorarlberger Gemeinde Nüziders im Bezirk Bludenz ist in der Nacht auf Montag eine junge Frau getötet worden - vermutlich bei einem Ehestreit. Die 27-Jährige wurde offenbar von ihrem 30 Jahre alten Ehemann erwürgt.

Messerstiche weise die Leiche der Frau nicht auf, hiess es entgegen erster Meldungen am Montagnachmittag bei einer Pressekonferenz der Polizei in Bludenz.

Der mutmassliche Täter hat dann offensichtlich in Suizidabsicht mit einem kleinen Küchenmesser auf sich eingestochen, erklärte Chefermittler Peter Stadler. Der Mann wurde mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen ins Spital gebracht und war vorerst nicht vernehmungsfähig.

Laut Stadler fiel der Mann bisher nicht durch Gewalttätigkeit auf. Auch Alkohol oder Drogen hätten in der Familie keine Rolle gespielt.

Sowohl Hergang und Zeitpunkt des tödlichen Ehestreits waren am Montag Gegenstand der Erhebungen wie auch Befragungen im Umfeld der Familie. Die Tat dürfte sich vermutlich kurz vor oder nach Mitternacht ereignet haben, so Stadler.

Es sei bekannt gewesen, dass das Ehepaar, das seit etwa einem dreiviertel Jahr verheiratet war, immer wieder stritt, so die Ergebnisse der Befragung der Nachbarn. Darüber hinaus habe es sich nach bisherigen Erkenntnissen um eine "ordentliche kleine Familie" gehandelt, sagte Stadler. Das Paar lebte mit dem fünfjährigen Sohn, den die Frau in die Ehe mitbrachte, seit etwa einem Jahr in der Wohnung in dem Mehrfamilienhaus.

Fünfjähriger Sohn war in der Wohnung

Der kleine Sohn befand sich während des tödlichen Streits ebenfalls in der Wohnung. Ob und inwieweit er die Tat mitbekommen hat, war vorerst offen. Er ist laut Stadler unverletzt und wurde in die Obhut der Grossmutter übergeben und wird wie andere Angehörige vom Kriseninterventionsteam betreut. Ob und wann das Kind befragt wird, stehe wegen seiner anzunehmenden Traumatisierung noch nicht fest.

Die Leiche der 27-Jährigen werde voraussichtlich am Dienstag obduziert, sagte der Kriminalist. Man erhofft sich davon Aufschlüsse zum Tathergang und zum Todeszeitpunkt.

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