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Die NATO intensiviert die Luftangriffe gegen die Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi. Kampfflugzeuge der internationalen Koalition zerstörten nach NATO-Angaben vom Dienstag Kommunikationsanlagen der libyschen Regierungstruppen bei Tripolis.

Die NATO habe seit Sonntag zudem das Hauptquartier von Gaddafis 2. Brigade zehn Kilometer südlich der libyschen Hauptstadt zerstört, sagte der Chef der Einsatzleitung im militärischen NATO-Hauptquartier, der niederländische General Mark Van Uhm.

Im Monat seit Beginn des Militäreinsatzes der internationalen Koalition am 19. März flogen internationale Truppen gemäss Van Uhm 2800 Lufteinsätze über Libyen, davon 1200 Kampfeinsätze. Seit Anfang April wird der Einsatz von der NATO geführt.

Der General zog eine positive Zwischenbilanz: "Wir haben seine (Gaddafis) Fähigkeit, die Zivilbevölkerung zu bedrohen, ernsthaft eingeschränkt. Und wir werden das auch weiterhin tun."

"Wir greifen nicht nur militärische Kräfte der Gaddafi-Truppen an, die direkten Kontakt mit den Oppositionellen haben", sagte Van Uhm vor den Medien in Brüssel weiter: "Wir greifen auch die Truppen in der zweiten Reihe an, die gerade bereitgestellt werden."

Vorwurf: Schmutzige Kriegsführung

Die NATO erhob zugleich schwere Vorwürfe gegen die Truppen des libyschen Machthabers: In der umkämpften Stadt Misrata würden sich die Soldaten des Regimes als Zivilisten verkleidet in der Nähe von Spitälern verstecken und von Moscheedächern schiessen, erklärte der Kommandant des Libyen-Einsatzes, Charles Bouchard.

Die Soldaten des Regimes schössen auch auf Zivilisten; Frauen und Kinder würden als Schutzschilde missbraucht, sagte Bouchard gegenüber dem kanadischen Fernsehsender CBS. Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF erklärte, die Auswirkungen der Kämpfe auf die Kinder in Misrata seien weit schlimmer als befürchtet.

"Wir haben mindestens 20 tote Kinder bestätigt und viele mehr, die durch Splitter von Mörsergranaten, Artilleriegeschossen und Schusswunden verletzt worden sind", sagte UNICEF-Sprecherin Marixie Mercado in Genf unter Berufung auf Informationen von Ärzten in Misrata. Viele weitere Kinder seien traumatisiert.

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SDA-ATS