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Bei den Parlaments- und Präsidentenwahlen in Simbabwe haben mehr als 300'000 Menschen ihre Stimme nicht abgeben können. Dies teilte die Wahlkommission am Donnerstag gut eine Woche nach dem klaren Sieg des langjährigen Amtsinhabers Robert Mugabe mit.

Den Zahlen zufolge gingen knapp 3,5 Millionen der rund 6,4 Millionen eingetragenen Wahlberechtigten an die Urnen. Aus den Wahlen am 31. Juli war Mugabe, der seit 33 Jahren an der Macht ist, mit 61 Prozent der Stimmen als Sieger hervorgegangen.

Sein Herausforderer, Regierungschefs Morgan Tsvangirai, prangerte nach dem Urnengang massiven Wahlbetrug an. Das unabhängige Zimbabwe Election Support Network sprach nun von dem "systematischen Versuch, eine Million Menschen ihres Wahlrechtes zu berauben".

Demnach fehlten auf den Wahllisten mehr als 750'000 Wähler in den Städten, wo Tsvangirai traditionell viele Unterstützer hat. Während auf dem Land praktisch alle Wähler registriert gewesen seien, habe die Quote in den Städten nur bei rund zwei Dritteln gelegen, erklärte die Organisation.

Wahllisten spät veröffentlicht

Die Wahllisten waren erst am Vortag der Abstimmung veröffentlicht worden, was eine Überprüfung und Anfechtung vor dem Urnengang unmöglich machte. Laut Menschenrechtsgruppen wurden auch viele Bürger aus den Wahllokalen abgewiesen, weil ihre Namen auf den Listen fehlten, sie in einem anderen Bezirk registriert waren oder die erforderlichen Papiere nicht hatten.

Den Angaben zufolge zwang die Polizei zudem vermeintliche Oppositionswähler, sich als Analphabeten auszugeben und die Hilfe von Beamten bei der Wahl zu beanspruchen; ihre Stimmen seien dann für Mugabe abgegeben worden. Nach den Zahlen der Wahlkommission wurden rund 206'000 Bürger von Beamten bei der Stimmabgabe unterstützt.

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SDA-ATS