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Auf Lampedusa sind erstmals seit einer Woche wieder Flüchtlinge angekommen. Ein Boot mit 347 nordafrikanischen Migranten an Bord erreichte die süditalienische Insel in der Nacht auf Mittwoch.

Die Flüchtlinge seien wohlauf und im Auffanglager der Insel untergebracht worden, teilten die italienischen Behörden mit. Ob es sich bei den Flüchtlingen nur um Tunesier oder auch um geflohen Libyer handelt, war zunächst unklar.

Mit an Bord des Schiffes seien auch zwei deutsche TV-Reporter gewesen, die die Überfahrt von der tunesischen Küste zur Insel mit einer Digitalkamera gefilmt hätten, hiess es weiter. Sie seien nach einer Kontrolle ihrer Papiere wieder freigelassen worden.

Mitte Februar hatten in nur wenigen Tagen mehr als 5000 Menschen aus Tunesien die Insel erreicht. Lampedusa liegt nur etwa 130 Kilometer von der tunesischen Küste entfernt und ist wegen der geografischen Lage seit langem ein "Tor nach Europa".

Frontex bleibt im Einsatz

Schlechtes Wetter hatte in den vergangenen acht Tagen weitere Überfahrten zunächst verhindert. Vor der Ankunft des Bootes am Mittwoch hielten sich noch 218 Bootsflüchtlinge in dem Lager auf Lampedusa auf, das 850 Menschen Platz bietet. Die anderen Tunesier wurden auf andere Aufnahmelager auf Sizilien und Süditalien verteilt.

Angesichts der Migrationswelle aus Tunesien setzt die europäische Grenzschutzagentur Frontex ihren Einsatz in Italien fort. Ein Flugzeug und Patrouillenboote wurden gemeinsam mit der italienischen und der maltesischen Küstenwache eingesetzt, um die Gewässer zwischen Lampedusa und der nordafrikanischen Küste zu kontrollieren. Ziel ist es, einen neuen Massenexodus zu verhindern.

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SDA-ATS