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380-Millionen-Euro-Auftrag für Implenia

Der Baukonzern Implenia hat in Deutschland einen Auftrag für 380 Millionen Euro an Land gezogen. Das Unternehmen baut für die Deutsche Bahn im Zusammenhang mit dem Projekt Stuttgart 21 den Albvorlandtunnel.

Dieser Abschnitt ist der grösste Tunnel auf der 60 Kilometer langen Neubaustrecke Stuttgart-Ulm, wie Implenia am Montag mitteilte. Er umfasst zwei Tunnelröhren von rund acht Kilometern Länge mit einem Durchmesser von elf Metern.

Zum Baulos gehören auch eine Anbindung an die Bahnstrecke Stuttgart-Tübingen und eine Güterzuganbindung. Diese entstehen am Westportal des Albvorlandtunnels. Die Güterzugverbindung umfasst zwei eingleisige, 170 Meter lange Tunnels und bildet den Anschluss an die bestehende Neckartalbahn.

Die Vorbereitungsarbeiten beginnen bereits im Januar, der Start der Hauptarbeiten ist im Sommer 2016 geplant. Über die Hälfte der Neubaustrecke verläuft in Tunnels und bildet einen schnelleren und komfortableren Weg über die Schwäbische Alb.

Implenia baut bereits an anderen Infrastruktur-Grossprojekten in Europa. Darunter fallen nach Unternehmensangaben etwa Baulose am neuen Semmering-Basistunnel und an der Tunnelkette Granitztal für die Österreichischen Bundesbahnen. In Schweden sicherte sich Implenia einen Grossauftrag bei der neuen Umfahrungsstrasse in Stockholm.

Schwung für die Aktie

An der Börse sorgte der Grossauftrag für einen kräftig anziehenden Kurs der Implenia-Aktie. Die Titel zogen in einem allgemein freundlichen Vormittagshandel um mehr als 5 Prozent an.

Der Auftrag sei ein sehr ermutigendes Zeichen für Implenia, kommentierte der Analyst der Bank Vontobel. Die neue Zusammenarbeit zeige, dass das Vertrauen der Deutsche Bahn in Implenia, welche die Konstruktionssparte von Bilfinger im letzten Jahr übernommen hatte, gestiegen sei.

Mit dem Bahntunnel in Stuttgart habe Implenia ein weiteres grosses Los im Rahmen eines europäischen Grossprojektes gewonnen, schreiben die Experten der ZKB. Dies sei äusserst positiv zu bewerten, da der Ausbau der Stellung im europäischen Infrastrukturbereich der Wachstumstreiber für Implenia darstelle.

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