Navigation

4000 Junglachse im Möhlinbach im Aargauer Fricktal ausgesetzt

Dieser Inhalt wurde am 18. Mai 2010 - 13:12 publiziert
(Keystone-SDA)

Hellikon AG - 4000 Junglachse sind im Möhlinbach im aargauischen Fricktal ausgesetzt worden. Sie sollen das Gewässer in den kommenden anderthalb Jahren als Heimat verinnerlichen. Die Wiederansiedlung ist Teil eines internationalen Projekts zur Rückkehr der Lachse.
Eine Schulklasse aus Zeinigen AG verteilte die rund vier Zentimeter langen Junglachse sorgsam dem Bach entlang, wie der Kanton Aargau mitteilte.
Nach über 50 Jahren Abwesenheit soll der Fisch wieder regelmässig den Rhein hoch und in den Möhlinbach wandern. Die Tiere bleiben ungefähr anderthalb Jahre im Bach, wie Thomas Stucki von der Sektion Jagd und Fischerei des Kantons Aargau, auf Anfrage sagte.
Danach schwimmen sie ins Meer und sollen in fünf bis sechs Jahren wieder ins Fricktal zurückkehren. Bei den ausgesetzten Fischen handelt es sich um Atlantische Lachse, welche aus einer Zucht in St. Louis (F) in der Nähe der Stadt Basel stammen.
Im Mai werden insgesamt 15'000 Junglachse ausgesetzt. Später folgen noch 10'000 Sömmerlinge. Diese Lachse sind zum Zeitpunkt der Aussetzung etwas grösser und können deshalb mit Stahlstiften markiert werden.
Bei der Fischerei auf dem Meer oder der Kontrolle des Rheins ist dadurch nachvollziehbar, woher der Lachs kommt. Die Anstrengungen zur Wiederansiedlung der Lachse kosten die Kantone Aargau, Baselland, Basel-Stadt sowie den Bund und WWF Schweiz rund 10'000 Franken.
Ob die Lachse zur Fortpflanzung den Weg zurückfinden, ist ungewiss. In den Fliessgewässern bis in die Schweiz haben sich die Bedingungen für den Lachs stark verbessert, wie Thomas Stucki festhielt.

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?