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Feinstaub in der Luft verursacht nach dem Jahresbericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) pro Jahr etwa 430'000 vorzeitige Todesfälle in der EU. Lärm sei die Todesursache bei mindestens 10'000 EU-Bürger, die vorzeitig an Herzerkrankungen und Herzinfarkten sterben.

Laut der Umweltagentur sorgen schmutzige Luft und Lärm nach wie vor für "ernsthafte Gesundheitsprobleme, insbesondere in städtischen Gebieten". Der steigende Einsatz von Chemikalien in vielen Produkten führe zudem zu mehr Hormonstörungen, heisst es in dem am Dienstag in Brüssel veröffentlichten Bericht.

Trotz Massnahmen wie Fahrverboten oder Auflagen für die Industrie sieht die Umweltagentur keinen Anlass für Entwarnung: Der Klimawandel werde das Gesundheitsproblem noch verschärfen. Der Bericht fordert von der Politik wirkungsvollere Massnahmen und Investitionen, ohne konkrete Schritte zu nennen.

Die Zahlen zum Feinstaub stammen aus dem Jahr 2011. Seitdem seien sie aber auf ähnlichem Niveau geblieben, sagte ein Sprecher der Umweltagentur. Feinstaub wird in erster Linie durch den Menschen erzeugt, etwa durch Öfen, Motoren, Landwirtschaft, Industrie.

Luftverschmutzung tötet Millionen

Ozon sorge zudem für 16'000 vorzeitige Todesfälle in Europa pro Jahr. "Die Luftverschmutzung ist immer noch hoch in Europa und führt zu hohen Kosten", sagte der Chef der Umweltagentur Hans Bruyninckx.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Luftverschmutzung weltweit das grösste auf Umweltfaktoren basierende Gesundheitsrisiko und verursacht Schlaganfälle, Herzerkrankungen und chronische Lungenkrankheiten. Die WHO beziffert die Zahl der Toten infolge von schmutziger Luft auf weltweit sieben Millionen Menschen jährlich.

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SDA-ATS