Im südlichen Afrika spitzt sich die Versorgungslage zu. Wegen Dürre, Überflutungen oder Armut sind im südlichen Teil Afrikas nach Uno-Angaben rund 45 Millionen Menschen auf Nahrungshilfen angewiesen.

Die "Hunger-Krise" habe ein noch nie dagewesenes Ausmass erreicht und alles deute darauf hin, "dass es noch schlimmer werden wird", erklärte die Regionaldirektorin des Welternährungsprogramms WFP, Lola Castro, am Donnerstag.

Das WFP konnte nach eigenen Angaben bislang umgerechnet nur rund 184 Millionen von den 438 Millionen Euro sichern, die zur Versorgung der Bedürftigen notwendig sind. Viele Familien in der Region müssten bereits jetzt Mahlzeiten auslassen oder ihre Kinder aus der Schule nehmen, ihr Hab und Gut verkaufen und sich verschulden, um über die Runden zu kommen.

Schlimmste Dürre seit Jahrzehnten

Der südliche Teil Afrikas, wo die Temperaturen doppelt so schnell steigen wie im Rest der Welt, erlebt nach Uno-Angaben derzeit die schlimmste Dürre seit 35 Jahren. Stagnierendes Wirtschaftswachstum, Bevölkerungswachstum, Dürre und Überschwemmungen tragen zur Versorgungsunsicherheit in der Region bei.

"Wenn wir die notwendigen Mittel nicht erhalten, haben wir keine Wahl, als weniger Bedürftige mit weniger zu versorgen", warnte WFP-Regionaldirektorin Castro.

Die am schwersten betroffenen Länder sind Lesotho, Madagaskar, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe und Eswatini, das frühere Swasiland. Vielerorts hat die Regenzeit erst mit Verspätung eingesetzt.

Die EU stellte am Donnerstag mehr als 22 Millionen Euro für den Kampf gegen den Hunger in der Region zur Verfügung.

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