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Bern - Die Schweizer Armee hat im letzten Jahr leicht mehr junge Menschen rekrutieren können als im Vorjahr. 66 Prozent der 39'847 Stellungspflichtigen wurden für militärdiensttauglich befunden. Das sind ungefähr 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr.
Wie das Verteidigungsdepartement weiter mitteilte, waren 6808 der Stellungspflichtigen untauglich, weder für den Militärdienst noch für den Schutzdienst. Das sind rund 400 weniger als im Vorjahr. 6256 Personen attestierten die Militärärzte Schutzdiensttauglichkeit.
Laut Angaben der Armee hat sich die Tauglichkeitsrate in den letzten Jahren bei unveränderten Kriterien bei rund 65 Prozent stabilisiert. Seit 2006 schwankt die Rate zwischen 64 und 66 Prozent. Am tiefsten lag die Rate 2005 mit 61 Prozent.
Von den für militärdiensttauglich erklärten Personen werden nicht alle in die Armee eintreten. Ein Teil von ihnen wird den eineinhalb Mal so lange dauernden Zivildienst leisten.
Letztes Jahr meldeten sich im Vergleich zu früher deutlich mehr Personen für den Zivildienst. Nachdem auf Anfang April 2009 die Gewissensprüfung hinfällig geworden war, sind die Zahl der Gesuche im letzten Jahr von 1946 auf 7213 explodiert.
Die höchste Tauglichkeitsrate verzeichnete im letzten Jahr der Kanton Appenzell Innerhoden mit 84,7 Prozent. Dahinter folgen Ob- und Nidwalden mit je 78,1 Prozent. Die tiefsten Raten weisen die Kantone Zürich mit 54,1%, der Kanton Jura mit 55,4% und das Wallis mit 59,3% auf.
Von den letztes Jahr Rekrutierten, die Militärdienst leisten können und wollen, meldeten sich 2168 als Durchdiener an (2008: 2382). Insgesamt wurden 115 Frauen rekrutiert, 90 von ihnen sind diensttauglich. Im Vorjahr waren es 124 von 157 Frauen.

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SDA-ATS