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Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Christian Kern bei der Kranzniederlegung im ehemaligen KZ Mauthausen.

KEYSTONE/APA/PETER LECHNER

(sda-ats)

Rund 7000 Menschen haben am Sonntag in Österreich an die Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen vor 72 Jahren erinnert. Das Gedenken auf dem Gelände des Lagers nahe Linz stand unter dem Motto "Internationalität verbindet".

"Wir sind uns und unseren Kindern verpflichtet, jeder Art von Populismus und Nationalismus eine Absage zu erteilen und die Internationalität als obersten Leitgedanken zu verankern", sagte Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees.

Auch Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Regierungschef Christian Kern mahnten zu Solidarität und Toleranz. "Mit Nationalismus, mit der Verletzung der Würde des Menschen, mit der Ablehnung gegenüber allem Fremden löst man kein einziges Problem. Man schafft neue", so das Staatsoberhaupt.

In Mauthausen und seinen 49 Aussenlagern waren zwischen 1938 bis 1945 etwa 200'000 Menschen schlimmsten Qualen und Erniedrigungen ausgesetzt. Rund 100'000 Gefangene überlebten nicht.

Das Ziel der Nazis war Vernichtung der Menschen durch Arbeit speziell in den Steinbrüchen des Lagers. Im Mai 1945 wurde Mauthausen wenige Tage vor Ende des Zweiten Weltkriegs von US-Truppen befreit.

SDA-ATS

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