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Kampf gegen Drogenhandel in Lausanne: Die Polizei hat seit Mitte Juni ihre Präsenz an ausgewählten Standorten stark erhöht. (Archiv)

Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

(sda-ats)

Der Drogenhandel auf offener Strasse hat in den vergangenen Wochen in Lausanne eine hitzige Debatte entfacht. Am Donnerstag reichte die FDP-Ortspartei eine Petition ein, um die Polizei in ihrem Kampf gegen den Drogenhandel zu unterstützen.

Fast 7000 Menschen in drei Monaten haben die Petition unterschrieben, wie die FDP in der Mitteilung schreibt. Ziel sei es gewesen, "mindestens 500 Unterschriften" zu sammeln.

Die Petition wurde am 12. April lanciert, nachdem im März in Lausanne rund 500 Menschen aus der linken Szene demonstriert hatten. Mit ihrem Marsch durch die Kantonshauptstadt gedachten die Kundgebungsteilnehmer eines mutmasslichen Drogendealers aus Nigeria, der am Tag nach einer Polizeikontrolle gestorben war. Der Polizei wurde vorgeworfen, aus rassistischen Motiven Gewalt gegen Schwarze anzuwenden.

Die Partei stelle fest, dass die Bevölkerung "als Ganzes" die FDP-Aktion zugunsten der bei der Demonstration angegriffenen Polizei unterstütze, heisst es im Communiqué weiter.

Polizeipräsenz vertreibt Dealer

Dass der Drogenhandel in Lausanne diesen Sommer wieder einmal zum umstrittenen Thema geworden ist, liegt massgeblich am Dokumentarfilmer Fernand Melgar. Der 56-Jährige kritisierte unlängst in dem Zeitungsartikel die "Untätigkeit der Behörden" und prangerte auf Facebook öffentlich Dealer an, ohne deren Gesichter unkenntlich zu machen. Der vielfach preisgekrönte Filmemacher löste damit eine heftige öffentliche Polemik aus.

Auch der Unmut in der Bevölkerung hat dazu geführt, dass die Polizei seit Mitte Juni ihre Präsenz an ausgewählten Standorten markant erhöht hat. Die Zahl der Dealer in den Strassen von Lausanne ist seither sichtbar zurückgegangen. Doch gelöst ist die Problematik damit nicht.

Nach den Sommerferien sind Debatten im Stadtrat von Lausanne und im Waadtländer Kantonsparlament geplant. Mehrere Parteien präsentierten in den vergangenen Wochen Vorschläge zur Eindämmung des Drogenhandels. Gefordert werden unter anderem abschreckendere Strafen für die Dealer, aber auch Präventionskampagnen für die Jugend.

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SDA-ATS