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Glück im Unglück hat ein US-Rentner in der Wüste von Arizona gehabt. Der 84-Jährige war mit seinem Auto von der Strasse abgekommen. Nach fünf Nächten im Niemandsland hatte Henry Morello die Hoffnung auf eine Rettung schon fast verloren - da wurde er von Wanderern gefunden.

Begonnen hatte das Abenteuer am 7. Februar, als Morello auf dem Heimweg falsch abbog und in der Wüste nördlich von Phoenix strandete. Zunächst kroch er aus dem Fahrzeug und versuchte zu Fuss weiter zu kommen. Doch er kam nicht weit und kehrte um.

Als sein Handy und die Batterie ihren Geist aufgaben, habe auch er nicht mehr viel Hoffnung gehabt, erzählte Morello am Dienstag in einem Spital in Phoenix.

Überlebt hatte der Diabetiker mit ungewöhnlichen Mitteln. Er trank beispielsweise die Scheibenwischerflüssigkeit seines Autos, um seinen Wasserhaushalt zu decken. Den Behälter hatte er mit einem Stein aufgebrochen und die Flüssigkeit mit einer Serviette gefiltert.

Mittlerweile waren rund 100 Freiwillige auf der Suche nach dem Vermissten. Es war dann eine Gruppe Wanderer, die ebenfalls nach dem Mann Ausschau hielt und Morellos Leiden ein Ende bereitete.

Der 84-Jährige konnte sein Glück kaum fassen. Jener Wanderer, der ihn durch sein Klopfen an die Autoscheibe geweckt hatte, habe für ihn wie ein Engel ausgesehen. "Ich habe ihn einfach geküsst", sagte Morello.

Angesichts dessen, was er durchgemacht habe, habe sich der Patient in guter Verfassung befunden, sagten ein behandelnder Arzt im John C. Lincoln Hospital. Dort wird Morello noch einige Tage bleiben, um wegen eines Nierenschadens behandelt zu werden. Eine Lehre hat der 84-Jährige aus seinem Abenteuer in der Wüste auf jeden Fall gezogen: "Ich werde nie wieder ohne Wasser Auto fahren."

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SDA-ATS