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94 Personen wegen Unruhen in Chinas Provinz Xinjiang festgenommen

Dieser Inhalt wurde am 09. Dezember 2009 - 10:01 publiziert
(Keystone-SDA)

Peking - Mehr als vier Monate nach den Unruhen in der westchinesischen Provinz Xinjiang hat die Polizei weitere 94 Verdächtige festgenommen. Die "Flüchtigen" wurden bereits im November bei einer grossangelegten Razzia der Polizei festgenommen.
Sie werden laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua verdächtigt, Anfang Juli an den Unruhen in der Provinzhauptstadt Urumqi teilgenommen zu haben. Ob es sich bei den Festgenommen um Angehörige der Minderheit der Uiguren und Han-Chinesen handelte, war zunächst unklar.
Sicherheitskräfte hatten am 5. Juli eine Demonstration von Uiguren in Xinjiang niedergeschlagen. Bei den folgenden Auseinandersetzungen wurden nach Behördenangaben fast 200 Menschen getötet und mehr als 1600 verletzt, die meisten von ihnen waren nach offiziellen Angaben Han-Chinesen.
Die chinesischen Behörden warfen "Separatisten" vor, die Unruhen geschürt zu haben, ohne dafür Beweise vorzulegen. Wegen der Unruhen wurden bereits 41 Angeklagte verurteilt, 17 von ihnen zum Tode. Neun Todesurteile wurden bereits vollstreckt.

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