Der 63-jährige Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann (SP) tritt bei den Wahlen am 18. Oktober dieses Jahres nicht mehr an. Die anderen vier Mitglieder der Aargauer Regierung stellen sich der Wiederwahl.

Hofmann leitet seit dem 1. April 2009 das Departement Volkswirtschaft und Inneres. 2011/2012 war er Landammann des Kantons Aargau. Letztes Jahr wirkte er zum dritten Mal in dieser Funktion.

Hofmann ist derzeit zweifellos das bekannteste und populärste Mitglied der Kantonsregierung. Seine pragmatische Art und Weise hat ihm über die Parteigrenzen hinaus Beachtung und Ansehen verschafft. Er war nie ein Parteisoldat, sondern stets ein Mann für alle Aargauer und Aargauerinnen.

Als Vorstandsmitglied der SP Aarau begann er seine politische Karriere. Von 1986 bis 1996 war er Stadtrat von Aarau, ab 1990 für ein Jahr in der Funktion des Vizeammanns. 1997 wurde er in den Aargauer Grossen Rat gewählt und 1999 zu dessen Präsidenten.

Bei den Nationalratswahlen 1999 wurde er in die grosse Kammer gewählt. Dort war er Mitglied der nationalrätlichen Finanzkommission und der Finanzdelegation der eidgenössischen Räte. Während zwei Jahren präsidierte er die Finanzdelegation.

Kein Sitz frei im Bundesrat

In seiner Zeit als Nationalrat wurde für ihn kein SP-Sitz im Bundesrat frei, obwohl er das Format dazu gehabt hätte. Ruth Dreifuss wurde durch Micheline Calmy-Rey ersetzt, und Moritz Leuenberger trat 2010 zurück, als Hofmann seine Arbeit in der Aargauer Regierung bereits aufgenommen hatte. Zudem war der Aargau ab 2006 mit Doris Leuthard (CVP) vertreten.

Von 1995 bis 2009 war Urs Hofmann Präsident des Aargauischen Gewerkschaftsbundes. Seit April letzten Jahres präsidiert er die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD).

Die anderen vier Aargauer Regierungsmitglieder stellen sich zur Wiederwahl, wie die Aargauer Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Es sind dies Markus Dieth (CVP), Vorsteher des Departements Finanzen und Ressourcen; Stephan Attiger (FDP), Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt; Alex Hürzeler (SVP), Vorsteher des Departements Bildung, Kultur und Sport sowie der letzten Herbst frisch gewählte Jean-Pierre Gallati (SVP), Vorsteher des Departements Gesundheit und Soziales.

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