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Im zweiten Wahlgang für den noch freien Ständeratssitz im Kanton Aargau werden sich die Nationalräte Philipp Müller (FDP) und Hansjörg Knecht (SVP) ein Duell liefern. Ob auch die CVP mit Nationalrätin Ruth Humbel nochmals antritt, ist noch offen.

Das Aargauer Wahlvolk wird am 22. November entschieden, wer neben der am Sonntag bestätigten SP-Ständerätin Pascale Bruderer den Mittellandkanton in der kleinen Kammer vertreten wird.

Müller und Knecht sowie ihre Parteien kündigten bereits an, dass sie zur Stichwahl antreten werden. Knecht hatte Müller um 5810 Stimmen überrundet. Humbel lag um rund 38'000 Stimmen hinter Müller. Die Anmeldefrist bei der Staatskanzlei für den zweiten Wahlgang läuft am kommenden Freitag ab.

Man stehe nach wie vor "zu 100 Prozent" hinter Müller, teilte die FDP mit. Er sei ein "kompromissbereiter Politiker". Der Parteipräsident der FDP Schweiz kündete an, er werde nun im Aargau aktiv Wahlkampf betreiben. Nach seinem Verkehrsunfall im September, bei dem eine junge Frau verletzt worden war, verzichtete Müller auf Wahlkampfauftritte.

Müllerei-Unternehmer gegen Müller

SVP-Kandidat Knecht wird einen zweiten Anlauf nehmen. Das machte der neu in den Nationalrat gewählte Kantonalpräsident Thomas Burgherr klar. Es galt als eher überraschend, dass der Müllerei-Unternehmer Knecht das bessere Stimmresultat als Müller einfuhr. Knecht ist ein ruhiger Politiker, der aber klar auf SVP-Kurs ist.

Die CVP entscheidet an ihrer Delegiertenversammlung am Mittwoch, ob sie tatsächlich nochmals ins Rennen steigt. Es gilt als eher unwahrscheinlich, dass die Wahlverliererin CVP gegen die beiden Wahlsiegerinnen SVP und FDP antritt. Offen ist, ob die CVP einen der beiden Kandidaten unterstützten würde.

Wenn die FDP ihren Ständeratssitz verteidigt, so rückt Kantonalpräsident, Grossrat und Unternehmer Matthias Jauslin in den Nationalrat an. Erobert die SVP den vor vier Jahren an die SP verlorenen Ständerätssitz zurück, so zieht neu Grossrat und Baumeister Martin Keller in die grosse Kammer ein.

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