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Zürich - Der Elektrotechnikkonzern ABB will sich keinen Übernahmekampf um die britische Chloride Group leisten. Nachdem der US-Konkurrent Emerson die Offerte von ABB überboten hat, sieht der Schweizer Konzern von einem höheren Angebot ab.
ABB hatte Anfang Juni 860 Mio. Pfund (1,4 Mrd. Franken) oder 325 Pence je Aktie für den britischen Spezialisten für unterbrechungsfreie Stromversorgung geboten.
Emerson Electric hatte bereits im April ein Angebot vorgelegt, war aber bei den Briten abgeblitzt. Am letzten Dienstag erhöhte das US-Unternehmen die Offerte jedoch von 275 auf 375 Pence je Aktie oder auf insgesamt 997 Mio. Pfund.
Dieser Preis ist dem Schweizer Unternehmen zu hoch: ABB wolle nicht mit Emerson gleichziehen, "obwohl wir den beachtlichen Wert einer Verbindung von ABB und Chloride weiter sehen", wird ABB-Chef Joe Hogan in der Mitteilung vom Donnerstag zitiert.
Analysten lobten den Entscheid. Das Management sei seinen eigenen Vorgaben treu geblieben, hiess es am Markt. Der von ABB gebotene Preis von 325 Pence habe bereits am oberen Ende einer vernünftigen Bandbreite gelegen, kommentierte beispielsweise die Bank Vontobel.
Die ABB-Aktie notierte am Donnerstag kurz nach 11.00 Uhr 0,6 Prozent tiefer und damit deutlich besser als der Gesamtmarkt (SMI).
ABB wollte dank Chloride zur Nummer drei im Wachstumsmarkt für unterbrechungsfreie Stromversorgung aufsteigen. Die Technik wird unter anderem eingesetzt, um bei Störungen im Stromnetz die Elektrizitätsversorgung sicherzustellen, etwa in Spitälern.
Das Schweizer Unternehmen war vor allem an Chlorides starkem Service-Geschäft interessiert. Insgesamt beschäftigt Chloride 2500 Personen und setzt jährlich rund 336 Mio. Pfund um.
ABB-Chef Hogan hatte sich Anfang Juni noch sehr optimistisch gezeigt: Er glaube nicht, dass es mit Emerson zu einem Bieterwettbewerb komme. Der Verwaltungsrat von Chloride befürworte das Geschäft mit ABB, hiess es damals. Der Elektrotechnikkonzern wollte mindestens 75 Prozent an Chloride erwerben.

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SDA-ATS