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Projektverzögerungen aufgrund von Stürmen in der Nordsee haben dem Industriekonzern ABB im vierten Quartal höhere Kosten verursacht. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird darum mit rund 260 Millionen Dollar belastet.

Zudem greift der Industriekonzern in seiner Sparte Energietechniksysteme zu einem Restrukturierungsprogramm. Neben den Stürmen hätten einige operative Probleme aufs Ergebnis durchgeschlagen.

Diese würden nun im Rahmen eines erweiterten Restrukturierungsprogramms angegangen, teilte ABB am Mittwoch in einem Communiqué mit. Denn der Auftragseingang in der Division Energietechniksysteme sei schwach. Man werde die Kapazitäten anpassen, erläuterte der neue Konzernchef Ulrich Spiesshofer gemäss der Nachrichtenagentur AWP in einer Telefonkonferenz.

In welchen Ländern und in welchem Umfang das Personal abgebaut werde, wollte der seit September amtierende CEO nicht genauer sagen. ABB werde aber aufpassen, dass nicht zu viel an Kapazität abgebaut werde, um auf eine anziehende Nachfrage auch wieder entsprechend reagieren zu können. Die zusätzlichen Restrukturierungskosten würden sich auf 50 Mio. Dollar belaufen.

"Darüber hinaus entstanden ABB nicht-operative Aufwendungen für bestimmte ältere Sachverhalte des Konzerns", schreibt das Unternehmen, ohne Details zu nennen.

Das seien rechtlichen Belange, auf die Finanzchef Eric Elzvik laut AWP aus Gründen der Vertraulichkeit nicht genauer eingehen und diese auch nicht genauer beziffern wollte. Ein Teil dieser Sonderkosten sei auch bedingt durch Verluste aus kleineren Verkäufen, liess er immerhin wissen.

Mitarbeiter evakuiert

Neben den 50 Mio. Dollar für Restrukturierungen werde das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) durch Kosten von 260 Mio. Dollar belastet.

Diese seien durch Verzögerungen bei Windkraftanlagen in der Nordsee entstanden, wo im Winter schwere Stürme gewütet hatten, hiess es. Die Stürme hätten Installationen und operative Abläufe verlangsamt und zu kostspieligen Verzögerungen geführt.

Die Winterstürme im Dezember hätten alle Projekte in der Nordsee betroffen und dies in jeweils heiklen Projektphasen, sagte Spiesshofer laut AWP. So hätten mehrere Male Crews von Offshore-Windkraftanlagen evakuiert werden müssen. "Ich nehme lieber einen Abschreiber in Kauf, als dass ich Menschenleben riskiere", sagte der seit vergangenem September amtierende Konzernchef.

Auf die Frage, wie hoch die Belastungen insgesamt auf EBITDA-Ebene oder auf Stufe Reingewinn sein werden, erklärte Elzvik, dass der Reingewinn des Konzerns im vierten Quartal auf 525 Mio. Dollar belaufe. Im Vorjahreszeitraum hatte ABB einen Reingewinn von 604 Mio. Dollar erzielt. Insgesamt hatte sich der Reingewinn im Gesamtjahr 2012 auf 2,7 Mrd. Dollar belaufen.

SDA-ATS