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Abfall ist zu einem wertvollen Gut geworden: Die Wiederverwertung von Glas, Pet oder Kupfer ist nicht nur ökologisch, sondern bringt der Schweizer Wirtschaft tausende Arbeitsplätze und Umsätze in Millionenhöhe. Der Verein Swiss Recycling zieht in seinem ersten Leistungsbericht ein positives Fazit.

In alten Handys, leeren Glasflaschen oder matt flackernden Fernsehbildschirmen steckt die Zukunft der Schweizer Wirtschaft: Durch das Recycling solcher Güter werden wertvolle Rohstoffe produziert, die sonst teuer importiert werden müssen.

Allein im Jahr 2009 sammelte die Schweizer Bevölkerung fast 70'000 Tonnen Aluminium im Wert von rund 140 Millionen Franken, wie es im Bericht von Swiss Recycling heisst. "Das Recycling macht die bodenschatzarme Schweiz zu einem Land, das reich ist an Rohstoffen", sagte Maurice Desiderato, Mitautor des Berichts, vor den Medien in Bern.

Dank der Separatsammlung von Abfällen aus Haushalten, Industrie, Gewerbe sowie der Bau- und Abbruchwirtschaft konnten im Jahr 2009 rund 1330 Tonnen Stahl produziert werden. Und durch die Wiederverwertung von 850'000 Tonnen Alteisen, 331'507 Tonnen Glas, 37'543 Tonnen Pet, 11'760 Tonnen Weissblech oder 7000 Tonnen Kupfer sparte die Schweiz Millionen.

Erdöl aus der Schweiz

"Erhebliche Mengen an Stahl, Eisen, Quarzsand, Erdöl und Kupfer mussten nicht importiert oder konnten gewinnbringend exportiert werden", erklärte Recycling-Experte Desiderato.

Durch die Produktion sogenannter Sekundärrohstoffe könne die Schweiz mehrere hundert Millionen Franken sparen, hielt er fest. Für Deutschland errechneten wissenschaftler jährliche Einsparungen von 5,3 Milliarden Euro.

Der Rohstoffhunger aufstrebender Volkswirtschaften wie China, Indien oder Brasilien werde das Recycling in Zukunft noch wertvoller machen, zeigte sich Desiderato überzeugt. Rohstoffe müssten nicht mehr nur aus dem Boden geholt, sondern vermehrt wiederverwendet werden. Das Schlagwort dazu heisst Urban Mining ("Rohstoffe im urbanen Raum abbauen").

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SDA-ATS