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Allgemeines - Nach der Absage der Bürger von München und Umgebung an eine Olympia-Bewerbung 2022 wird eine generelle Skepsis in Deutschland gegen sportliche Grossereignisse vermutet. Die Gegner feiern ihren Sieg.
Das Resultat in Bayern fiel gleich aus wie im Frühjahr in Graubünden: Olympische Winterspiele 2022 in München wird es nicht geben.
Nach dem klaren "Nein" der Bürger zu einer weiteren Münchner Olympia-Bewerbung rätseln Politiker und Sportfunktionäre über die Gründe der Ablehnung. "Ich glaube, es ist eine generelle Skepsis gegenüber sportlichen Grossereignissen", sagte Michael Vesper, der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). "Es ging nicht mehr um Teile der Bewerbung, sondern plötzlich um die Generalkritik", vermutete auch Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) nach der heftigen Niederlage der Befürworter bei den vier Bürgerentscheiden in den geplanten bayerischen Wettkampfregionen.
In München, wo fast 1,1 Millionen Bürger stimmberechtigt waren, votierten nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 52,1 Prozent mit Nein. Die höchste Abfuhr kassierten die Befürworter ausgerechnet rund um den extra neu eingebundenen Wettkampfort Ruhpolding im Landkreis Traunstein mit 59,67 Prozent. Im Berchtesgadener Land betrug die Ablehnung 54,02 Prozent, in Garmisch-Partenkirchen 51,56 Prozent. Auch die Olympia-Gegner bewerteten die Ablehnung als einen Grundsatzentscheid der Deutschen. "Ich glaube, in ganz Deutschland sind Olympia-Bewerbungen mit dem heutigen Tag vom Tisch", sagte Ludwig Hartmann, der Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayerischen Landtag.
Zuerst müsse sich das Internationale Olympische Komitee (IOC), das seit kurzem vom Deutschen Thomas Bach als Präsident angeführt wird, ändern, meinte der Wortführer des Bündnisses "NOlympia". Nicht die Städte müssten sich dem IOC anpassen, sondern umgekehrt, sagte Hartmann.

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SDA-ATS