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Rom - Italiens Innenminister Roberto Maroni hat mit seiner Forderung nach erweiterten Möglichkeiten zur Abschiebung von Zuwanderern aus EU-Ländern neue Kritik der Kirche auf sich gezogen. Das berichtete Kathpress am Sonntag.
Die Regierung könne nicht eigenmächtig über EU-Politik entscheiden, sagte der Direktor der Fachstelle für Migrationsfragen bei der italienischen Bischofskonferenz, Giancarlo Perego, demnach in "Radio Vatikan".
Eine unterschiedslose Rückführung von Roma aus Frankreich sei nach europäischem Recht illegitim und lasse die eigentlichen Probleme ausser Acht, so Perego.
Der Lega-Nord-Politiker Maroni hatte am Samstag das französische Vorgehen gelobt und verlangt, künftig müssten über "freiwillige Rückführungen" hinaus auch Abschiebungen von EU-Bürgern ermöglicht werden.
Der kirchliche Migrationsbeauftragte sagte, Frankreich sei "leider dem Weg Italiens gefolgt". In Italien habe diese Praxis lediglich zu neuen illegalen Camps geführt und die schulische Integration der betroffenen Kinder zunichtegemacht.
Perego verwies darauf, dass 80 Prozent der in Italien lebenden Roma die italienische Staatsbürgerschaft besässen. Vor diesem Hintergrund gehe es nicht um Einwanderungsfragen, sondern um "eine diskriminierende Politik gegenüber einer Bevölkerungsgruppe".

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SDA-ATS