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Das Biotechunternehmen Actelion hat im ersten Quartal 2012 einen Umsatzrückgang um 21 Prozent auf 417,5 Mio. Fr. verbucht. Der Reingewinn brach um 69 Prozent auf 45,1 Mio. Fr. ein. Das Unternehmen macht unter anderem den Preisdruck in verschiedenen Ländern dafür verantwortlich.

Auch die veränderte Wettbewerbslandschaft in den USA habe sich auf das Quartalsergebnis ausgewirkt, teilte Actelion am Donnerstag mit. Unter diesen Gegebenheiten seien die Produkteumsätze zufriedenstellend, liess sich Konzernchef und Firmengründer Jean-Claude Clozel in der Mitteilung zitieren.

Die Analysten hatten allerdings etwas mehr erwartet und waren gemäss des Finanznachrichtendienstes AWP von einem Umsatz von 426,7 Mio. Fr. ausgegangen. Der Betriebsgewinn sank um 59 Prozent auf 67,1 Mio. Franken.

Auch beim Verkaufsschlager Tracleer musste die grösste Biopharmafirma Europas weitere Einbussen hinnehmen. Das Medikament, das zur Therapie von Bluthochdruck im Lungenkreislauf eingesetzt wird, generierte im ersten Quartal 363,7 Mio. Fr. Umsatz gegenüber 402,8 Mio. Fr. im Vorjahresquartal. Tracleer trug allerdings immer noch 87 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Sorgen um den Kassenschlager

Obwohl der Patentschutz nicht mehr lange hält, kann Actelion noch kein Nachfolgemedikament für Tracleer präsentieren. In den nächsten Wochen sollen Ergebnisse zur breit angelegten (Phase-III-) Studie über den Medikamentenkandidaten Macitentan gegen Lungenbluthochdruck publiziert werden. Im Erfolgsfall könnte der Stoff 2013 als Tracleer-Nachfolger auf den Markt kommen.

Erst Anfang April musste Actelion einen Misserfolg in der Forschung bekannt geben: Das Asthma- und Heuschnupfenmedikament Setipiprant, das sich in einer Mittelstufe der Entwicklung befand, verfehlte in Tests die Wirkung und musste gestoppt werden.

Verbesserte Prognose

Für das Gesamtjahr 2012 hat das Actelion-Management die Erwartungen etwas hochgeschraubt: "Sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten, kann Actelion nun eine verbesserte Prognose für den Produktumsatz geben", liess sich Finanzchef Andrew Oakley zitieren.

Er gehe davon aus, dass der Umsatzrückgang in lokalen Währungen im niedrigen einstelligen Bereich liegen werde. Der Kerngewinn soll gehalten werden.am Sitz in Allschwil BL.

SDA-ATS