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Ägypten macht eine Palästinensergruppe für den Anschlag auf koptische Christen in Alexandria verantwortlich. Es lägen klare Beweise vor, dass die "Armee des Islam" den Bombenanschlag geplant und ausgeübt habe, sagte Innenminister Habib el-Aldi am Sonntag.

Die palästinensische Gruppe habe Verbindungen zum weltweiten Extremisten-Netzwerk Al-Kaida. Sie hatte in der Vergangenheit ranghohe Mitglieder der Al-Kaida als ihre spirituellen Führer bezeichnet, nicht jedoch Verbindungen zu der Organisation eingeräumt.

Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, sind mindestens fünf ägyptische Staatsbürger im Zusammenhang mit dem Anschlag in der Silvesternacht festgenommen worden.

Vorwürfe zurückgewiesen

Die Verdächtigen hätten gegenüber den Ermittlern ausgesagt, von der "Armee des Islam" kontaktiert und schliesslich rekrutiert worden zu sein. Die Organisation wies die ägyptischen Vorwürfe auf einer Webseite für Dschihadisten zurück.

Bei dem Anschlag in der Silvesternacht waren über 20 koptische Christen gestorben. Bereits direkt nach dem Blutbad erklärten die ägyptischen Behörden, hinter dem Anschlag müsse Al-Kaida oder eine andere ausländische Terrorgruppe stecken. Vor dem Anschlag in Alexandria hatte eine irakische Untergruppe von Al-Kaida zu Angriffen auf Christen in Ägypten aufgerufen.

Die im Gazastreifen gegründete Armee des Islam hatte sich unter anderem 2007 zu der Entführung des BBC-Reporter Alan Johnston bekannt. Johnston war damals erst nach 100 Tagen befreit worden.

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SDA-ATS