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Nach monatelangen Unruhen in Ägypten hat die islamistische Muslimbruderschaft überraschend Verhandlungen über einen Ausweg aus der Krise angeboten. Dies geht aus einer am Samstag veröffentlichten Erklärung hervor.

In der Erklärung rief die von den Muslimbrüdern angeführte islamistische Koalition "alle Revolutionskräfte", politischen Parteien und "patriotischen Persönlichkeiten" zum Dialog auf.

Als Voraussetzungen für einen Dialog zur Beilegung der Krise nannte die Koalition die Freilassung verhafteter Islamisten und die Wiedereröffnung islamistischer Fernsehsender. Im Gegensatz zu früheren Vorschlägen verlangten die Islamisten jedoch nicht mehr ausdrücklich die Wiedereinsetzung des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi als Bedingung für Gespräche.

Die Muslimbrüder forderten seit Monaten bei wöchentlichen Demonstrationen die Wiedereinsetzung des im Juli abgesetzten Präsidenten und lieferten sich regelmässig Strassenkämpfe mit Sicherheitskräften, weil sie die Entmachtung der Islamisten durch das Militär nicht hinnehmen wollten.

Seit Mitte August kamen dabei Medizinern zufolge fast tausend Menschen ums Leben. Mursi war nach Massenprotesten gegen seine islamistische Führung am 3. Juli vom Militär festgenommen worden, Armeechef Abdel Fattah al-Sisi setzte eine Übergangsregierung ein.

SDA-ATS