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Ärzte in der nordwestsyrischen Provinz Idlib berichten, Spitäler dort würden systematisch angegriffen. (Archiv)

KEYSTONE/EPA MSF/SAM TAYLOR / MSF / HANDOUT

(sda-ats)

In der von Rebellen kontrollierten syrischen Provinz Idlib sind im April sieben Spitäler zerstört worden. "Im April wurden Krankenhäuser im Süden der Provinz systematisch angegriffen", sagte für die Spitäler der Provinz zuständige Behördenvertreter Abdel Hamid Dabbak.

Er nannte sieben Spitäler, die durch Luftangriffe funktionsunfähig gemacht wurden, darunter eine gynäkologische Klinik. Die Instandsetzung der Spitäler habe begonnen, "aber die Kampfflugzeuge sind weiter in der Luft und die Bombardements gehen weiter", sagte Dabbak am Sonntag.

Der Arzt Monser Chalil sagte, das Leid der Zivilbevölkerung habe sich dadurch vergrössert. "Es gibt vor allem Probleme für Babys, denn wir haben kaum noch Brutkästen", sagte er. In der benachbarten Provinz Hama seien drei Kliniken durch Bombenangriffe zerstört worden.

Auch ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP sah in Idlib im Nordwesten des Landes schwer beschädigte Spitäler und zerstörte medizinische Geräte.

Idlib wird seit 2015 von einer Rebellen-Allianz kontrolliert, der auch ehemalige Verbündete des Terrornetzwerks Al-Kaida angehören. Die Provinz ist regelmässiges Ziel von Angriffen der syrischen Streitkräfte und russischer Kampfjets. Seit dem Beginn des Syrien-Konflikts vor mehr als sechs Jahren wurden hunderte medizinische Einrichtungen im ganzen Land zerstört.

SDA-ATS

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