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Afghanische Sicherheitskräfte in der Provinz Kundus im August: Schon damals mussten sie eine Offensive der Taliban zurückschlagen. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/JAWED KARGAR

(sda-ats)

Mit Unterstützung der USA haben die afghanischen Sicherheitskräfte einen Grosseinsatz in Kundus gestartet, um die Taliban-Kämpfer wieder aus der Stadt zu vertreiben. Auch Flugzeuge kamen nach Polizeiangaben zum Einsatz. Demnach wurden bislang 25 Islamisten getötet.

"Wir haben mehrere Plätze zurückerobert", sagte der Polizeichef von Kundus am Dienstag. Auch drei Mitglieder der Sicherheitskräfte seien beim Einsatz gestorben. Immer noch verharrten jedoch Taliban-Kämpfer in der Stadt. Die Islamisten hatten am Montag die Stadt im Norden des Landes angegriffen und waren tief in ihr Zentrum vorgedrungen.

Der Angriff fand nur einen Tag vor einer Geberkonferenz für das Land statt. Ziel des zweitägigen Treffens bis Mittwoch in Brüssel ist es, Milliarden Dollar an Hilfszusagen zu vereinbaren.

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich seit dem Ende des NATO-Kampfeinsatzes 2014 massiv verschlechtert. Regierungstruppen haben schätzungsweise nur noch zwei Drittel des Landes unter ihrer Kontrolle.

Die Taliban stehen so gut da wie seit ihrem Sturz durch die US-geführte Invasion 2001 nicht mehr und haben zuletzt ihre Angriffe in verschiedenen Landesteilen verstärkt. Vor einem Jahr hatten die Islamisten auch Kundus kurzfristig unter ihre Kontrolle gebracht.

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SDA-ATS