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Agentur S&P senkt Ratings für Griechenland und Portugal

Dieser Inhalt wurde am 27. April 2010 - 19:31 publiziert
(Keystone-SDA)

New York - Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands auf den spekulativen "Ramschstatus" heruntergestuft. Das hoch verschuldete Land werde nun nur noch mit BB+/B bewertet, teilte S&P mit.
Damit wurde die Einstufung um drei Noten verringert. Der Ausblick sei negativ. Dem Land drohe somit eine weitere Herabstufung. Hintergrund der Senkung seien Sorgen, dass das Mittelmeerland nicht die notwendigen Reformen durchsetzen könne, um seine Schulden abzubauen, erläuterte die Agentur. Nur die Agentur Moody's bewertet Griechenland noch mit einem A-Rating.
Griechenland ist vom finanziellen Zusammenbruch bedroht. Deswegen hatte Athen die EU und den Internationalen Währungsfonds (IWF) am Freitag offiziell um Hilfe gebeten. Die Euro-Länder wollen Athen allein 2010 mit bis zu 30 Mrd. Euro unter die Arme greifen. Auf den IWF könnten zusätzlich bis zu 15 Mrd. Euro zukommen.
Auch die Kreditwürdigkeit Portugals stufte Standard & Poor's herunter. Hintergrund seien wachsende Zweifel an der Fähigkeit des Landes, mit seiner enormen Schuldenlast fertig zu werden.
Der Ausblick sei negativ. Auch die schwachen Konjunkturaussichten hätten zu der Entscheidung beigetragen, Portugals Langzeit-Rating um zwei Stufen auf "A-" von bisher "A+" zu senken.
Damit ist das Euro-Land noch vier Stufen vom Ramschstatus entfernt. Die europäischen Aktienmärkte gaben nach der Ankündigungen nach.

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