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Teheran - Nach massivem internationalem Druck scheint die iranische Führung im Atomstreit mit dem Westen zum Einlenken bereit. Dies deutete jedenfalls der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Abend in einem Interview des staatlichen Fernsehens in Teheran an.
Der Iran sei bereit, einen Vertrag zum Uran-Austausch mit den Nuklearmächten abzuschliessen. Niedrig angereichertes Uran könne dafür aus dem Iran auch ins Ausland gebracht werden, sagte er. Dagegen hatte sich Teheran bislang beharrlich gesperrt.
"Wir sind nicht dagegen, unser niedrig angereichertes Uran ins Ausland zu senden, weil wir eine konstruktive Zusammenarbeit wollen und weil wir jederzeit das niedrig angereicherte Uran wieder im Iran produzieren können", sagte Ahmadinedschad. Für seine Abkehr vom bisherigen Standpunkt nannte er "technische Gründe".
Der Westen hatte den Iran seit Monaten gedrängt, einem Vorschlag zur Urananreicherung in Frankreich und Russland anzunehmen. Demnach sollte niedrig angereichertes Uran (3,5 Prozent) aus dem islamischen Staat im Ausland auf 20 Prozent gebracht werden, um dann als Brennstoff für einen Forschungsreaktor in Teheran genutzt zu werden.
Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich am Bau der Atombombe zu arbeiten. Die Führung in Teheran hat das stets zurückgewiesen.
Bislang hatte die iranische Führung darauf bestanden, dass der Austausch von niedrig angereichertem gegen höher angereichertes Uran in drei Phasen und auf iranischem Boden erfolgen sollte. Das lehnten sowohl die Internationale Atomenergiebehörde IAEA als auch die Weltmächte ab und drohten mit neuerlichen Sanktionen. Zuletzt hatten auch die USA und die EU den Druck auf Teheran deutlich erhöht.
Der iranische Präsident erklärte des weitern, dass zwischen dem Iran und den USA Gespräche im Gang seien über einen möglichen Austausch von drei festgehaltenen US-Bürgern gegen iranische Häftlinge in den USA.

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SDA-ATS