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Ai Weiwei lässt Felsen aus Sichuan auf steirischen Gipfel hieven

Dieser Inhalt wurde am 30. April 2010 - 15:54 publiziert
(Keystone-SDA)

Graz - Der "Hohe Dachstein", der höchste Berg der Steiermark wird noch höher: Der chinesische Konzeptkünstler Ai Weiwei lässt ein vier Tonnen schweres Felsstück aus der chinesischen Provinz Sichuan auf den österreichischen Gipfel transportieren. Der Aufwand ist enorm.
Vor einigen Tagen wurde der Felsen, der sich beim Erdbeben in Sichuan im Mai 2008 gelöst hatte, in Peking verladen. Mittlerweile "schwimmt" er dem Hafen von Rotterdam entgegen, wo er in rund vier Wochen eintreffen soll und dann mit einem LKW-Transport nach Ramsau am Dachstein transportiert wird.
Von dort wird er dann mit dem Helikopter einer Schweizer Firma - in Österreich steht kaum ein entsprechendes Fluggerät für solche schweren Lasten zur Verfügung - auf den Gipfel geflogen.
Für mit das dem Transport beauftragte Unternehmen Heliswiss International mit Sitz in Küssnacht am Rigi SZ handelt es sich allerdings um ein Routinegeschäft, wie Projektleiter Wolfgang Köberl auf Anfrage erklärt. Der Flug von der Talstation zum Gipfel - "ganz einfach" - dauere zehn Minuten und koste 30'000 Euro.
Eingesetzt wird der russische Helikopter Kamov, der auch Lasten von fünf Tonnen noch transportieren könnte. Das Kunstprojekt von Ai Weiwei ist Teil des steirischen Kulturfestivals "regionale", das vom 2. Juni bis am 14. August stattfindet.
Die Arbeit "Hoher Dachstein" markiert den höchsten geografischen Punkt der Steiermark. Die Aufstockung des 2995 Meter hohen Berges auf rund 3000 Meter hat für Ai keine grosse Bedeutung. "Es geht vielmehr um die Sichtbarmachung der Kraft der Natur, aber auch der des Menschen", sagt der "regionale"-Intendant Dietmar Seiler.

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