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Mit einem "Schülerwettbewerb" wollen der deutsch-schweizerische Aktionskünstler Philipp Ruch und das "Zentrum für Politische Schönheit" den Widerstand gegen Diktaturen in der Welt voranbringen.

Keystone/DPA dpa/A9999/_SABINE DOBEL

(sda-ats)

Mit einem "Schülerwettbewerb" wollen die Künstler des "Zentrums für Politische Schönheit" (ZPS) den Widerstand gegen Diktaturen in der Welt voranbringen.

Zum 75. Jahrestag des Erscheinens der ersten Flugblätter der Widerstandsgruppe Weisse Rose aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sollen Schüler und Studenten bei der Aktion "Scholl 2017" Flugblätter entwerfen, um so einen "echten Diktator" zu stürzen. Dann sollten 14 bis 24 Jahre alte Freiwillige in Diktaturen "ihrer Wahl" reisen und die Flugblätter verteilen, erläuterte das Team um den deutsch-schweizerischen Aktionskünstler Philipp Ruch am Dienstag in München.

Schon nach einem Tag hätten sich 30 Kandidaten gemeldet, die gerne reisen würden, sagte Ruch. "Wir werden überrannt. Damit hatten wir nicht gerechnet." Die Gruppe, die sich in dem "Wettbewerb" als "Bayerisches Staatsministerium für Bildung, Kultur und Demokratie" ausgibt und in erfundenen Beiträgen die Minister für Inneres, Joachim Herrmann, und Bildung, Ludwig Spaenle (beide CSU), zitiert, mussten sich in einer kontroversen Pressekonferenz auch Kritik stellen. Die Aktion könne bei den Jugendlichen falsche Vorstellungen wecken und sie in schwierige Situationen bringen.

Die Gruppe hatte bereits mehrfach mit provokanten Kunstaktionen Schlagzeilen gemacht, unter anderem mit einer eBay-Versteigerung von Kanzlerin Angela Merkel. Im vergangenen Jahr sollten sich bei einer anderen Aktion Flüchtlinge vermeintlich Tigern zum Frass vorwerfen, falls ausgewählte Syrer nicht per Flugzeug einreisen dürften.

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SDA-ATS