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Leibwächter überwältigen die Femen-Aktivistin nach ihrer physischen Attacke auf Tschechiens Präsident Milos Zeman in einem Wahllokal. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/MARTIN DIVISEK

(sda-ats)

Nach ihrer Attacke auf den tschechischen Präsidenten Milos Zeman ist eine ukrainische Aktivistin der Frauenrechtsgruppe Femen zu drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Gericht in Prag ordnete zudem die Ausweisung der 27-jährigen Angelina Diasch an.

Wie deren Anwältin nach dem Urteil vom Sonntag mitteilte, hat Diasch den Richterspruch akzeptiert, um so schnell wie möglich in die Ukraine zurückkehren zu können.

Diasch hatte sich am Freitag in Zemans Wahllokal mit nacktem Oberkörper auf den tschechischen Präsidenten gestürzt, als dieser gerade seine Stimme für die Präsidentenwahl abgeben wollte. Sie beschimpfte Zeman mehrmals als "Putins Nutte", bevor sie von seinen Leibwächtern überwältigt wurde. Der Vorfall hatte in den sozialen Netzwerken in Tschechien für heftige Empörung und Mitgefühl für den 73-Jährigen gesorgt.

Wie die Anwältin der Aktivistin sagte, wollte Diasch die Tschechen mit der Aktion vor der Wiederwahl Zemans warnen, weil sie befürchte, dass er das Land weiter in die "Einflusssphäre Russlands" führen werde. Dies werde wie schon im Fall der Ukraine "verhängnisvolle Konsequenzen" für Tschechien habe.

Zeman hat die erste Runde der Präsidentenwahl am Freitag und Samstag klar gewonnen, er muss sich aber Ende Januar in einer Stichwahl dem Chemieprofessor Jiri Drahos stellen. Zeman kam nach offiziellen Angaben auf knapp 39 Prozent, Drahos auf gut 26 Prozent. Die Tschechen müssen sich in der zweiten Wahlrunde damit zwischen einem prorussischen und einem proeuropäischen Staatschef entscheiden. Laut einer Umfrage könnte der Proeuropäer Drahos den rechtspopulistischen Amtsinhaber schlagen.

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SDA-ATS