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Das AKW Gösgen im Kanton Solothurn bleibt für mindestens zwei Wochen länger vom Netz als geplant. Grund sind Probleme beim Rotor des während der Jahresrevision neu eingebauten Stromgenerators. Trotz des Stillstands fallen pro Tag Betriebskosten von rund einer Million Franken an.

Der Rotor des neuen Stromgenerators werde nochmals ausgebaut, teilte die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG (KKG) auf ihrer Website mit. Der ausgebaute Rotor werde ab dem kommenden Montag für eine genauere Befundaufnahme zugänglich sein.

Dabei werde sich zeigen, ob die weitere Bearbeitung des rund 100 Tonnen schweren Rotors auf dem AKW-Areal erfolgen könne. Sonst müsse dieser ins Herstellerwerk der Siemens nach Mülheim an der Ruhr in Deutschland zurückgeführt werden.

Es handle sich um ein Fehlverhalten des Rotors, sagte KKG-Mediensprecher Bruno Elmiger am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Der Hersteller habe viele Testläufe durchgeführt. Das Verhalten des Rotors sei jedoch von der Leistung abhängig.

AKW wieder vom Netz genommen

Nach der Freigabe durch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) war das AKW Gösgen am Dienstagmittag wieder angefahren worden. Aufgrund zu hoher Schwingungen am Rotor des Generators wurde die Anlage gemäss KKG am gleichen Tag um 20 Uhr wieder vom Netz genommen.

Spezialisten inspizierten am Donnerstag den Generator mit Endoskopen. Die Ursachen für die zu hohen Schwingungen des Rotors konnten jedoch nicht restlos geklärt werden. Daher beschlossen die Verantwortlichen des KKG und des Lieferanten Siemens, den Rotor auszubauen.

AKW will Stromproduktion erhöhen

Das AKW Gösgen war am 6. Mai für die bislang umfangreichste Jahresrevision abgeschaltet worden. Während der Revision wurden unter anderem die Turbogeneratorengruppe modernisiert. Mit der 180 Millionen Franken teuren Aufrüstung soll die Stromproduktion erhöht werden.

Während der Revision war das AKW Gösgen am 7. Juni für rund 90 Minuten von der externen Stromversorgung abgeschnitten gewesen. Ursache war ein Erdschluss. Es konnte auf Notstromversorgung umgeschaltet werden. Das Vorkommnis werde derzeit analysiert, hält die Aufsichtsbehörde ENSI fest.

Das AKW Gösgen hatte im November 1979 seinen kommerziellen Betrieb aufgenommen. An der AKW-Betreiberin KKG sind fünf Partner beteiligt: Die Alpiq AG (40 Prozent), die Axpo Power AG (25 Prozent), die Stadt Zürich (15 Prozent) sowie die Centralschweizerischen Kraftwerke AG (12,5 Prozent) und die Energie Wasser Bern (7,5 Prozent). Die Geschäftsleitung liegt in den Händen der Alpiq.

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SDA-ATS