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Ein Bunker von Muammar al-Gaddafi in der ostlibyschen Stadt Al-Baida wurde unter anderem mit Technologie des Schweizer Unternehmens Luwa gebaut. Dies enthüllte der arabische Fernsehsender Al-Dschasira.

Eine Journalistin des Senders nahm einen Augenschein in den Räumlichkeiten des Diktators in der von Oppositionellen befreiten Stadt. An den Luftfiltern des Schutzraums unterhalb eines Gaddafi-Palastes war unter anderem ein Luwa-Signet angebracht.

"Ich bin sehr erstaunt. Das sieht aus wie eine Anlage des schweizerischen Zivilschutzes", sagte Erich Buser in der Sendung "10 vor 10" des Schweizer Fernsehens. Der ETH-Bauingenieur hatte im Auftrag des Bundes während Jahren Luftschutzanlagen in der Schweiz gebaut.

Die Ausstattung des Bunkers in Al-Baida sei praktisch identisch mit Anlagen in der Schweiz und stamme aus den 1980er oder 1990er Jahren, sagte Buser zu den Bildern. "Ich kann mir vorstellen, dass die das nicht an die grosse Glocke hängen durften". Der Bau von Schutzanlagen im Ausland sei allerdings nicht illegal. "Das ist ja keine Angriffswaffe", sagte der Bauingenieur.

Die Firma Zellweger Luwa mit Sitz in Uster hatte in den 80er Jahren auch Technologie für den Bau von Bunkeranlagen des irakischen Diktators Saddam Hussein geliefert. Diese wurden 2003 durch US-Luftangriffe grösstenteils zerstört.

Auch Bunker wie derjenige in Al-Baida schützen nicht vor militärischen Präzionsangriffen, sagte Buser. Sie seien aber gegen Chemie- oder Atomwaffen gerüstet.

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SDA-ATS