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Das Terrornetzwerk Al-Kaida hat den Ägypter Aiman al-Sawahiri zu seinem neuen Anführer bestimmt. Das geht aus einer Botschaft hervor, die am Donnerstag von einer einschlägigen Islamisten-Website im Internet veröffentlicht wurde.

Darin heisst es, das "Generalkommando" von Al-Kaida habe beschlossen, dass Sawahiri Nachfolger von Osama bin Laden werden solle. Er solle als "Emir" der Organisation den "Heiligen Krieg" fortsetzen.

Zum Auswahlprozess für die Nachfolge bin Ladens machte Al-Kaida keine genauen Angaben. Die Terrororganisation erklärte lediglich, die Auswahl sei das beste Tribut an das Andenken an ihre Märtyrer. Es wird vermutet, dass sich al-Sawahiri derzeit nahe der pakistanisch-afghanischen Grenze aufhält.

Die Al-Kaida nimmt die Ernennung Sawahiris zum Anlass, um ihre Position zu verschiedenen grundlegenden Fragen darzustellen. In der Botschaft heisst es unter anderem: "Wir bereiten uns vor für den Heiligen Krieg gegen die ungläubigen Invasoren und an ihrer Spitze die Kreuzfahrer aus den USA und ihr Mündel Israel sowie gegen jeden Herrscher, der sie unterstützt."

Zu den Protesten der schiitischen Mehrheit in Bahrain äusserte sich das extremistisch-sunnitische Terrornetzwerk nicht. Es verwies jedoch darauf, dass der Islam jegliche "Unterdrückung von Muslimen und Nicht-Muslimen, von Freunden und Feinden" verbiete.

Stellvertreter Bin Ladens

Der ägyptische Arzt Sawahiri war die rechte Hand Bin Ladens, der am 2. Mai von einem US-Spezialkommando in Pakistan getötet wurde. Sawahiri gilt als einer der Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001, aber auch auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania. Die US-Behörden haben für seine Ergreifung eine Belohnung von 25 Millionen Dollar ausgesetzt.

Vor etwa einem Monat hatten Islamisten in Pakistan berichtet, der Ägypter Saif al-Adel solle für eine Übergangszeit neuer Anführer der Terroristen werden. Anschliessend solle es umfangreiche Beratungen darüber geben, wer langfristig die Nachfolge Bin Ladens antreten solle.

Die Authentizität der neuen Al-Kaida-Botschaft liess sich nicht überprüfen. Der Inhalt und die Art und Weise, wie sie veröffentlicht wurde, legt jedoch die Vermutung nahe, dass sie tatsächlich von der Führungsebene des Terrornetzwerkes stammt.

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SDA-ATS