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Milizen der Al-Kaida im Jemen haben die südliche Provinzhauptstadt Sindschibar unter ihre Kontrolle gebracht. Die Islamisten übernahmen den Sitz der Provinzregierung, das Polizeikommando und alle anderen zentralen Einrichtungen.

Das berichtete das Nachrichtenportal "Yemen Observer" am Samstag unter Berufung auf Augenzeugen. Provinzgouverneur Ahmed al-Misari, der ausserhalb der Stadt wohne, sei in seiner Residenz festgesetzt worden.

Das Oppositionsbündnis JMP behauptete in einer Erklärung, der umstrittene Langzeit-Präsident Ali Abdullah Saleh habe die Stadt den Islamisten bewusst in die Hände gespielt. Mit dem Vormarsch des Al-Kaida-Ablegers wolle er dem Westen suggerieren, dass sein Verbleib an der Macht unerlässlich sei. Sindschibar liegt 80 Kilometer östlich der südlichen Metropole Aden.

Gegen Saleh demonstrieren seit mehr als drei Monaten Hunderttausende Menschen friedlich. Vermittlungsversuche, ihn zum Rücktritt zu bewegen, scheiterten an seinem Starrsinn. Das Machtvakuum hatte auch zu einem Erstarken der jemenitischen Al-Kaida-Extremisten geführt.

Waffenruhe

Am Samstag ist im Jemen eine vorläufige Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Stammeskämpfern in Kraft getreten. Ein Vermittler erklärte, beide Seiten verhandelten über die Bedingungen für einen Abzug der Kämpfer aus mindestens neun Ministerien.

Diese werden seit Tagen von Aufständischen besetzt gehalten. Die Waffenruhe soll bis (zum heutigen) Samstagabend gelten.

Zu Wochenbeginn hatten Soldaten von Präsident Ali Abdullah Saleh versucht, das Haus eines einflussreichen Stammesführers zu stürmen. Dessen Anhänger schlugen zurück und belagern derzeit mindestens neun Ministerien in der Hauptstadt Sanaa.

Bei Gefechten mit jemenitischen Streitkräften waren am Freitag offenbar mindestens 18 Stammesmitglieder ums Leben gekommen. Kämpfer des einflussreichen Haschid-Stamms stürmten zwei Militärlager und brachten sie unter ihre Kontrolle. Seit Montag kamen bei den Kämpfen mindestens 124 Menschen ums Leben.

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SDA-ATS