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Eklat bei Miss-France-Organisation: Aus Verärgerung über Kritik an seinen positiven Äusserungen über die rechtsextreme Partei Front National hat der französische Filmstar Alain Delon den Ehrenvorsitz des Schönheitswettbewerbs Miss France abgegeben.

"Ich lege offiziell meinen Titel als Ehrenpräsident auf Lebenszeit des Miss-France-Komitees ab", schrieb der 77-jährige Schauspieler in einem Brief an die Organisatoren des Wettbewerbs, welcher der Nachrichtenagentur AFP am Freitag in Kopie vorlag.

Delon hatte in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung "Le Matin" gesagt, die Front National "nimmt einen sehr wichtigen Platz ein, und ich begrüsse das, ich fördere das und ich verstehe es sehr gut". Das Miss-France-Komitee hatte sich öffentlich davon distanziert und die Jury-Mitglieder dazu aufgerufen, ihre "politischen, religiösen und ideologischen" Auffassungen nicht an die Öffentlichkeit zu tragen.

Delon warf den Organisatoren des Miss-France-Wettbewerbs in seinem Brief eine "absurde wie selbstverliebte Polemik" vor. "Ihre Haltung zeugt von der Verachtung gegenüber Ihrem Publikum, welches das Recht hat zu wählen, wen es will, und davon, wie wirklichkeitsfremd Sie sind."

Delon, der mit Filmen wie "Der Leopard", "Der eiskalte Engel" oder "Der Swimmingpool" zum Star wurde, hatte schon in der Vergangenheit eine Nähe zur Front National signalisiert. So sagte er 2003, Parteigründer Jean-Marie Le Pen sei "seit 30 Jahren" sein Freund.

SDA-ATS