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"Warum nicht einen gemeinsamen Präsidenten?": Albaniens Premierminister Edi Rama schlägt ein gemeinsames Staatsoberhaupt für Albanien und das Kosovo vor. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/FELIPE TRUEBA

(sda-ats)

Der albanische Regierungschef Edi Rama hat vor dem Parlament einen gemeinsamen Präsidenten für Albanien und das Kosovo vorgeschlagen. Die Äusserungen dürften vor allem in Serbien für Ärger sorgen.

Albanien und das Kosovo teilten sich bereits diplomatische Vertretungen weltweit - "warum dann nicht auch einen gemeinsamen Präsidenten?", sagte Rama am Sonntag in einer Rede vor dem Parlament in Pristina. Dies könne ein "Symbol der nationalen Einheit" sein, fügte Rama hinzu.

Das Kosovo hat am Samstag den zehnten Jahrestag seiner Unabhängigkeit von Serbien gefeiert. Die Äusserungen dürften deshalb in Belgrad für Ärger sorgen. Serbien warf der Regierung in Tirana bereits wiederholt vor, ein "Gross-Albanien" schaffen zu wollen. Die albanische Regierung weist dies zurück.

Rama sagte am Sonntag, er sehe eine Zukunft vor sich, in der "Albaner und Serben koexistieren werden ... wie zwei Staaten mit guten nachbarschaftlichen Beziehungen, die ein integraler Bestandteil der Europäischen Union sind."

Rasche Anerkennung durch die Schweiz

Das mehrheitlich von ethnischen Albanern bewohnte Kosovo war nach dem Kosovokrieg mit 13'000 Toten und dem Ende der Nato-Luftangriffe im Jahr 1999 unter internationale Verwaltung gestellt worden. Am 17. Februar 2008 erklärte sich die frühere serbische Provinz einseitig für unabhängig. Mehr als 110 Länder weltweit erkannten die Unabhängigkeit an - die Schweiz innert zehn Tagen. Die Regierung in Belgrad betrachtet das Kosovo dagegen weiter als abtrünnige Provinz.

2011 waren unter EU-Vermittlung Verhandlungen über die Normalisierung der Beziehungen zwischen Serbien und dem Kosovo begonnen worden. Sie kamen in den vergangenen zwei Jahren aber nicht mehr voran. Serbiens Aussenminister Ivica Dacic sagte am Samstag, Belgrad sei "noch weit davon entfernt", das Kosovo anzuerkennen. Ohne ein Abkommen mit dem Kosovo könne "diese Frage nicht gelöst werden".

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SDA-ATS