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Algier - In Algerien hat sich am Samstag ein Mann aus Protest gegen die Stadtverwaltung selbst in Brand gesetzt. Der 37-jährige Arbeitslose hatte sich vor dem Rathaus der kleinen Minenarbeiterstadt Boukhadra nahe der Grenze zu Tunesien mit Benzin übergossen und angezündet.
Er sei mit schweren Verbrennungen ins Spital eingeliefert worden, sagte ein Arzt des Spitals von Annaba der Nachrichtenagentur AFP. Er befinde sich in kritischem Zustand.
Nach Angaben von Einwohnern gehörte der Mann zu einer Gruppe junger Leute, die vor dem Rathaus gegen die Weigerung des Bürgermeisters protestierten, sie zu empfangen. Sie forderten demnach Arbeit und Wohnungen.
Der Familienvater, der selbst auf der Suche nach Arbeit und einer Wohnung war, habe mit seiner verzweifelten Geste gegen "die Missachtung durch die gewählten Vertreter der Gemeinde" protestieren wollen. Nach dem Vorfall entliess der Präfekt der Region von Tebessa den Chef des örtlichen Gemeinderats.
Seit Freitag versuchten in Algerien drei weitere Menschen, sich selbst zu verbrennen. In allen Fällen konnten Polizisten das Feuer rasch löschen und die Männer retten.
Im benachbarten Tunesien hatte sich am 17. Dezember der 26-jährige Arbeitslose Mohamed Bouaziz selbst verbrannt, um gegen die Beschlagnahmung seines Gemüsestands zu protestieren. Sein Tod war Auslöser der wochenlangen Proteste, die am Freitag schliesslich zum Sturz des langjährigen Machthabers Zine al-Abidine Ben Ali führten.

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SDA-ATS