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Aline Danioth gehört zusammen mit Mélanie Meillard zu den grössten Swiss-Ski-Talenten im alpinen Skirennsport. Die Urnerin zeigte nach einer schweren Knieverletzung eine ganz starke Comeback-Saison.d

Kreuzband und Meniskus gerissen, Seitenband gezerrt - die Diagnose Mitte Dezember 2016 war niederschmetternd für Danioth. Zumal sie nach ihrem Ausscheiden im Weltcup-Riesenslalom in Sestriere im linken Knie nur leichte Schmerzen verspürt hatte. Vor allem mental sei das Ganze damals nicht einfach zu verkraften gewesen.

"Es war eine schwierige Zeit. Doch dafür sehe ich nun alles ein bisschen lockerer", sagt Danioth. Ausserdem habe sie im vergangenen Jahr im konditionellen Bereich Fortschritte gemacht und sich auch selber besser kennengelernt, sieht sie weitere positive Punkte nach ihrer ersten grösseren Verletzung.

Unmittelbar nach dem Comeback in Sölden (35. Platz) musste Danioth mit einer neuerlichen Meniskus-Operation im linken Kniegelenk einen weiteren Rückschlag verkraften. Doch weniger als einen Monat später fuhr die B-Kader-Fahrerin aus Andermatt wieder Rennen. Bereits Mitte Dezember triumphierte sie beim Europacup-Parallelslalom in Kronplatz. Im Gegensatz zu der im Weltcup schon etablierten Meillard liegt bei Danioth in diesem Winter der Schwerpunkt auf der zweitobersten Stufe. Dort stand sie zuletzt im Slalom mit grosser Regelmässigkeit auf dem Podest, wodurch sie in ihrer momentan stärksten Disziplin auf dem besten Weg ist, sich für den nächsten Winter einen Weltcup-Fixplatz zu sichern.

Im Weltcup dreimal Top 20

Das auf Stufe Europacup gewonnene Selbstvertrauen nutzte Danioth im vergangenen Monat auch im Weltcup zu starken Resultaten. Obwohl sie (vorderhand noch) mit einer relativ hohen Startnummer und auf meist ramponierter Piste starten muss, klassierte sich Danioth schon dreimal in den Top 20. Am Sonntag egalisierte sie in Lenzerheide als 19. ihr bestes Ergebnis. Die Urnerin fand es "cool, im Weltcup auch den zweiten Lauf bestreiten und dann mit dem Vorteil der besseren Piste fahren zu können."

In der kommenden Woche steht aber weder der Europa- noch der Weltcup im Zentrum von Danioths Interesse. Vielmehr bestreitet sie in Davos am Jakobshorn die Junioren-Weltmeisterschaften, zusammen mit 15 weiteren Teamkollegen von Swiss Ski. Obwohl Danioth nur davon spricht, ihr "Bestes" geben zu wollen, wäre alles andere als ein Medaillengewinn eine Enttäuschung. Christian Brüesch, der Europacup-Cheftrainer der Frauen, ist überzeugt, dass mit einem gelungenen Start im Riesenslalom "zwei oder gar drei" Medaillen im Bereich des Möglichen lägen.

Ehrender Vergleich

Die Urnerin brachte in der Vergangenheit von praktisch allen Titelkämpfen, an denen sie teilnahm, mindestens eine Auszeichnung mit nach Hause. An den Nachwuchs-Titelkämpfen vor knapp zwei Jahren in Sotschi gewann sie WM-Gold in der Kombination. Von den Olympischen Jugend-Winterspielen kehrte sie mit je zwei goldenen und bronzenen Medaillen zurück.

Danioth lässt sich weder durch Erwartungsdruck von aussen ("Ich fahre nur für mich."), noch durch Vergleiche mit früheren Stars stressen. Dass sie als grösste Andermatter Skihoffnung seit Abfahrts-Olympiasieger Bernhard Russi gilt, empfindet die diplomierte Handelsschülerin nicht als Belastung, sondern vielmehr "als Ehre. Denn das heisst doch, dass jemand grosses Potenzial in mir sieht".

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