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In Spielberg wird mit Spannung das erste Aufeinandertreffen von Sebastian Vettel und Lewis Hamilton auf der Rennstrecke nach dem Eklat von Baku erwartet. Vettel steht unter besonderer Beobachtung.

Mit dem Ort des ersten Grand Prix nach dem emotionalen Rennen in Aserbaidschan verbindet Sebastian Vettel primär unliebsame Erinnerungen. Der im Thurgau wohnhafte Führende in der Gesamtwertung der Formel-1-WM hat in Österreich eine überaus dürftige Bilanz zu Buche stehen. Auf die Saison 2014 hin kehrte das Rennen im idyllischen Murtal in den Kalender der Königsklasse zurück, seither erreichte Vettel das Ziel auf dem Red-Bull-Ring zweimal nicht. Vor zwei Jahren kam der viermalige Weltmeister nicht über Rang 4 hinaus.

Ein abermaliges Verpassen des Podests am Sonntag könnte den Ferrari-Fahrer die Leaderposition im WM-Klassement kosten. Derzeit beträgt Vettels Marge auf Hamilton 14 Zähler. Zu reden gab in den vergangenen Tagen jedoch nicht der aktuelle WM-Stand, sondern Vettels Wut-Rempler gegen Hamilton während einer Safety-Car-Phase vor knapp zwei Wochen in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Von zusätzlichen Sanktionen gegen Vettel neben der im Rennen auferlegten 10-Sekunden-Strafe sah der Weltverband FIA am Montag zwar ab, der Vorfall ist in der Formel 1 jedoch weiterhin das Gesprächsthema Nummer 1.

"Die Sache ist noch nicht ganz ausgestanden. Die Rivalität wird immer grösser, je mehr sich die Meisterschaft zuspitzt", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff in Spielberg gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA. "Es ist viel einfacher, nicht einen internen Fight zu haben, sondern einen Gegner auf Augenhöhe. Das Duell mit Vettel und Ferrari ist für den Sport eine super Geschichte und ein zusätzlicher Motivationsfaktor für uns." Hamilton wiederum kann Vettels Unbeherrschtheit in Baku letztlich gar etwas Positives abgewinnen: "Offensichtlich steht Sebastian unter Druck. Es ist kein schlechtes Zeichen, wenn er so reagiert."

Hamilton triumphierte vor Jahresfrist in Spielberg, nachdem er die Führung in der letzten Runde an sich gerissen hatte. In den ersten beiden Rennen nach dem Umbau der Rennstrecke hatte mit Nico Rosberg ebenfalls ein Fahrer des Mercedes-Werkteams die Oberhand behalten. Erstmals seit der Neulancierung des Rennens in Österreich reiste jedoch nicht ein Fahrer der Silberpfeile als WM-Leader in die Steiermark.

SDA-ATS