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Bern - Jäger dürfen weiterhin jagen, Waffensammler weiterhin sammeln, und auch das "Obligatorische" oder Schützenkurse, - vereine und -feste sollen nicht verboten werden: Mit diesen Feststellungen hat ein überparteiliches Komitee am Dienstag in Bern für die Waffen-Initiative geworben.
Die Behauptungen der Initiativ-Gegner träfen nicht zu, wonach die Annahme der Volksinitiative "für den Schutz vor Waffengewalt" für Schützen, Jäger oder Waffensammler das Aus bedeuten würde, erklärten Vertreter der SP, Grünen, EVP, CSP sowie der CVP-Frauen Schweiz.
Jene, die eine Waffe besitzen wollten, müssten nachweisen, wofür sie diese brauchten und dass sie damit umgehen könnten, sagte die Zürcher SP-Nationalrätin Chantal Galladé. Sie verspricht sich wie die anderen Befürworter bei einer Umsetzung der Initiative weniger Tote.
In der Schweiz kommen nach Angaben des Komitees jährlich rund 300 Menschen durch Schusswaffen ums Leben. Das seien 300 Tote zu viel. Sogar der Bundesrat halte in seiner Abstimmungsbotschaft fest, dass mit einer reduzierten Verfügbarkeit von Feuerwaffen die Suizidrate gesenkt und häusliche Gewalt eingedämmt werden könnte, sagte der grüne Zuger Nationalrat Josef Lang.
"Wir wollen kein Sturmgewehr im Keller oder im Kleiderkasten", doppelte Babette Sigg Frank, Präsidentin der CVP-Frauen Schweiz, nach. Und überhaupt: "Ein Mann ist auch ohne Waffen ein Mann." Während die CVP-Frauen zur Abstimmung vom 13. Februar die Ja-Parole herausgegeben haben, ist die Abstimmungsempfehlung der CVP Schweiz noch ausstehend.
Für EVP-Präsident Heiner Studer als Christ ist Lebensschutz in allen Bereichen wegleitend. CSP-Vertreter Maurice Page hält es für die Pflicht des Staates, den Besitz und den Gebrauch von Waffen zu kontrollieren. "Das ist nicht verhandelbar, wir leben schliesslich nicht im Wilden Westen."

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SDA-ATS