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Luftangriffe der Koalitionsstreitkräfte haben das Vorgehen des libyschen Militärs gegen Aufständische am Mittwoch offenbar weitgehend gestoppt. Die libysche Luftwaffe ist nach Einschätzung der britischen Armee vollständig ausser Gefecht gesetzt.

Gleichwohl konnte die Allianz auch am vierten Tag ihres Eingreifens Aktionen der Kämpfer von Machthaber Muammar al-Gaddafi nicht gänzlich unterbinden.

In Libyens drittgrösster Stadt Misrata wurde der Beschuss der Stadt durch Truppen Gaddafis nach Luftangriffen der Allianz laut Anwohnern zwar gestoppt. Es hätten sich aber Scharfschützen auf den Dächern verschanzt. Diese hätten am Mittwoch mindestens fünf Menschen getötet, sagte ein Bewohner der Stadt der Nachrichtenagentur Reuters.

Ein Vertreter des Rebellen-Rates sprach von 16 Toten. Beim Beschuss der Stadt Sintan durch Gaddafi-Truppen seien sechs Zivilisten getötet worden.

In der strategisch wichtigen Stadt Adschdabija unternahmen die Rebellen einen neuen Versuch, die Regierungstruppen zurückzudrängen. Mit den nur leichten Waffen habe man aber keine Chance gegen die Soldaten, sagte ein Aufständischer. Das Militär habe den nördlichen und südlichen Zugang zu der Stadt unter Kontrolle.

Bei Angriffen der Allianz auf die Hauptstadt Tripolis wurden nach Angaben von Augenzeugen neben einer Luftabwehrstellung und einem Militärgelände auch das Haus einer Familie getroffen. Mehrere Familienmitglieder seien dabei ums Leben gekommen, sagte ein Anwohner.

Kampfflugzeuge haben im Rahmen der Angriffe unter UNO-Mandat bislang mehr als 300 Einsätze geflogen. Rund 160 Marschflugkörper wurden abgefeuert. Zudem wurden die Truppen rund um die Rebellenhochburg Benghasi zurückgedrängt.

Die Aufständischen sind aber offenbar schlecht organisiert und mangelhaft ausgerüstet und konnten bislang kein Kapital aus der Situation schlagen. Offizielles Ziel des Einsatzes ist es, eine Flugverbotszone durchzusetzen, um die Zivilbevölkerung vor Übergriffen Gaddafis zu schützen.

Unklare Rolle der NATO

Die NATO hat am Mittwoch mit der Durchsetzung des UNO-Waffenembargos gegen Libyen begonnen. Zunächst patroullierten sechs Kriegsschiffe vor der libyschen Küste. Weitere 16 Schiffe seien dem Bündnis von den Mitgliedsstaaten angeboten worden, teilte ein Brigadegeneral mit.

An der Militäroperation beteiligen sich die USA, die Türkei, Rumänien, Italien, Kanada, Spanien, Grossbritannien und Griechenland.

Die 28 NATO-Staaten streiten aber weiter darüber, ob das Bündnis eine Flugverbotszone über Libyen überwachen soll. "Die Verbündeten setzen ihre Beratungen fort. Es ist noch keine Entscheidung gefallen", sagte eine NATO-Sprecherin am Mittwoch.

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SDA-ATS