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Aus Sicht von alt Bundesrätin Ruth Dreifuss ist die Reform der Altersvorsorge ausgewogen, auch wenn die Frauen neu bis im Alter von 65 Jahren arbeiten müssen. (Archivbild)

KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

(sda-ats)

Alt Bundesrätin Ruth Dreifuss setzt sich für die Reform der Altersvorsorge ein. Die Reform abzulehnen bringe auf dem Weg zu mehr Lohngleichheit keinen Fortschritt. Das Rentenalter der Frauen solle in diesem Kampf nicht zur Währung werden.

Die Hindernisse, die der Lohngleichheit im Wege stehen, seien vor allem in Unternehmen anzutreffen. Dort müsse der Kampf ansetzen, sagte die Genfer Sozialistin in einem Interview mit der Zeitung "Matin Dimanche".

Nicht die Erhöhung des Rentenalters der Frauen auf 65 Jahre sei die bittere Pille, sondern die Ungleichheit im Allgemeinen. Es seien die Lohnungleichheit und die Tatsache, dass die Lasten für die Frauen, die Familie, den Beruf und andere Aktivitäten unter einen Hut zu bringen, weiterhin anstiegen, hebt die ehemalige Innenministerin hervor.

Unterstützung für SP Frauen

Aus Sicht von Ruth Dreifuss würde eine Ablehnung der Reform die Türen für das Rentenalter 67 für alle öffnen. Die in die Reform eingebaute Flexibilität hingegen, gekoppelt an die Erhöhung der AHV um 70 Franken pro Monat sowie weitere Verbesserungen ermögliche es den Frauen, sich mit 64 Jahren pensionieren zu lassen.

Ruth Dreyfuss nahm am Samstag an der Mitgliederversammlung der SP Frauen teil. Diese beschlossen nach einer intensiven Debatte mit 50 zu 19 Stimmen, die Reform der Altersvorsorge zu unterstützen. Sie folgten damit sowohl ihrer Partei als auch einem Grossteil der Gewerkschaften wie dem SGB, der UNIA, der VPOD und der Syna.

Ruth Dreifuss hatte in den 1990er Jahre bei der zehnten Revision die Federführung. Damals wurde das Rentenalter der Frauen von 62 auf 64 Jahre erhöht.

SDA-ATS

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