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Die Tellspiele Altdorf lassen sich zum Jubiläum etwas Besonderes einfallen: Neben der Neuinszenierung von Volker Hesse kommt eine afrikanische Autorin nach Uri, wird Tell mit einem iranischen Freiheitshelden verglichen und die Urfassung des Dramas neu aufbereitet.

Auf 1512 wird die erste Theaterfassung der Tell-Sage, die in Altdorf aufgeführt wurde, datiert. Von wem sie stammt, ist nicht bekannt. Der älteste erhaltene Druck erschien zwischen 1540 und 1544 in Zürich. Das Stück prägte die Vorstellung von Wilhelm Tell, bis es 1804 von Schillers Drama verdrängt wurde.

Die Tellspiel- und Theatergesellschaft Altdorf begeht das Jubiläum aufwendig. Im Mittelpunkt steht die Neuinszenierung von Schillers "Tell" von Volker Hesse - wie schon 2008. Vorgesehen ist laut Mitteilung vom Donnerstag eine "Anlehnung an die Darstellungsform des Oratoriums". Aufgeführt wird das Stück von August bis Oktober 2012.

"Mythentausch" mit Iran

Bereits im kommenden Sommer weilt die 56-jährige Schriftstellerin Paulina Chiziane aus Mosambik für drei Monate als "Writer-in-residence" in Altdorf. Sie wird sich mit dem Schweizer Freiheitsmythos auseinandersetzen. Vorgesehen ist ein Theaterstück, das 2012 an einer Schweizer Stadtbühne inszeniert wird.

Ein weiteres Theaterprojekt für den Juli 2012 steht unter dem Titel "Mythentausch". Die Schweizer Gruppe "Mass&Fieber" und das iranische Ensemble "Don Quixotte" befassen sich dabei mit den Freiheitshelden der jeweils anderen Kultur.

Wie die Schweiz kennt auch der Iran einen Freiheitshelden, dessen Geschichte um das Jahr 1000 niedergeschrieben wurde. Dabei geht es um den Schmied Kaveh, der einen Volksaufstand gegen den grausamen Herrscher Zahhak anführt.

Auf der Marionettenbühne

Schliesslich soll auch das in Vergessenheit geratene Urner Tellspiel von 1512 wieder auf die Bühne gebracht werden. Dafür wurde die Marionettenbühne Gelb-Schwarz unter der Leitung von Buschi Luginbühl ausgewählt.

Vorgesehen sind die Aufführungen im Juni 2012. Ergänzt werden die vier Projekte der Tellspiel- und Theatergesellschaft mit einer Sonderausstellung im Historischen Museum Uri.

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SDA-ATS