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Alternativer Nobelpreis ehrt mutigen Einsatz für Kriegsopfer

Die Alternativen Nobelpreise 2015 gehen nach Uganda, Italien und Kanada. Den nicht dotierten Ehrenpreis erhalten die Bevölkerung der Marshallinseln und ihr Aussenminister Tony de Brum für ihr Anti-Atom-Engagement.

Die Inselgruppe im Pazifik werde für ihre Vision und ihren Mut geehrt, "mit rechtlichen Mitteln gegen die Atommächte vorzugehen". Die Marshallinseln versuchten, die Atommächte dazu zu bringen, den Abrüstungsverpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag nicht nachzukommen, lautete am Donnerstag in Stockholm die Begründung der Jury .

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren das Bikini-Atoll und das benachbarte Eniwetok-Atoll Testgebiete für US-Atomwaffentestes. Die Einwohner wurden umgesiedelt. Das Bikini-Atoll, das heute zum Territorium der Marshallinseln gehört, konnte bis heute wegen der radioaktiven Verschmutzung nicht mehr bewohnt werden.

Die mit jeweils einer Million schwedischer Kronen (116'000 Franken) dotierten "Right Livelihood Awards" gingen an den italienischen Arzt Gino Strada, die kanadische Inuit-Aktivistin Sheila Watt-Cloutier und die ugandische Menschenrechtsaktivistin Kasha Jacqueline Nabagesera.

Einsatz für Kriegsopfer, Homosexuelle und Ureinwohner

Strada bekommt den Preis, weil er seit zwei Jahrzehnten an den Krisenherden der Welt Opfer von Krieg und Verfolgung medizinisch versorgt. In der Flüchtlingskrise hilft seine Organisation Emergency sowohl in Italien als auch im Irak. Ausserdem arbeite Strada gegen die Ursachen von Krieg an, lautete die Begründung am Donnerstag.

Die Menschenrechtsaktivistin Nabagesera kämpfe "trotz unerträglicher Einschüchterung und Gewalt" in ihrer Heimat Uganda für die Rechte von Homo-, Inter- und Transsexuellen. Und die kanadische Aktivistin Watt-Cloutier werde ausgezeichnet für ihren lebenslangen Einsatz für die Rechte der Inuit und für den Erhalt ihrer Lebensgrundlage und Kultur, die vom Klimawandel akut bedroht seien.

Die Preise werden am 30. November im schwedischen Reichstag verliehen.

Die Alternativen Nobelpreise wurden vor 35 Jahren vom Onkel des heutigen Geschäftsführers, dem Philanthropen und Vordenker Jakob von Uexküll, ins Leben gerufen.

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