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Amazonas-Länder fordern mehr Hilfe von den Industriestaaten

Dieser Inhalt wurde am 27. November 2009 - 04:01 publiziert
(Keystone-SDA)

Manaus - Die Amazonas-Anrainer haben die Industriestaaten aufgefordert, ihre Hilfen für Klimaschutzprogramme in den Entwicklungsländern deutlich aufzustocken.
Die reichen Länder müssten dazu zwischen 0,5 und ein Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes (BIP) zur Verfügung stellen, hiess es in einer in der Nacht in Manaus verabschiedeten Erklärung.
"Die Armen müssen unterstützt werden, ohne dass sie ihre Souveränität aufgeben", betonte Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva zum Abschluss des Amazonas-Anrainer-Gipfels, an dem auch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy teilnahm.
Um die Anstrengungen für eine Reduzierung der Treibhausgase zu erhöhen, sei es notwendig, dass die industrielle Welt ihre finanziellen und technologischen Hilfen für die Entwicklungsländer "deutlich und ausreichend" erhöhe, hiess in der Deklaration.
"Deshalb bekräftigen wir den Vorschlag der Gruppe 77 und Chinas, wonach die entwickelten Länder zwischen 0,5 und ein Prozent ihres BIP für Klimaschutzmassnahmen der Entwicklungsländer zur Verfügung stellen." Dies sei entscheidend, um beim UNO-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen ein Ergebnis zu erreichen.
Sarkozy betonte, es sei wichtig, dass jedes Land Vorteile sehe und niemand das Gefühl habe, getäuscht zu werden. An dem Gipfel in Manaus nahmen deutlich weniger Präsidenten als geplant teil. Sarkozy war vor Ort, weil Frankreich durch das Übersee-Département Französisch-Guayana eine gemeinsame Grenze mit Brasilien hat, das mit rund 60 Prozent den grössten Anteil am Amazonas-Regenwald hat.

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