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Im Prozess um Zwangsrasuren bei den Amischen in Ohio ist der Gemeindeführer zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Bischof Samuel Mullet müsse wegen Anstiftung zu religiös motivierten Hassverbrechen ins Gefängnis, urteilte am Freitag das Bezirksgericht in Cleveland.

Die Mitangeklagten erhielten Haftstrafen zwischen einem und sieben Jahren. Mullet hatte 15 seiner Glaubensbrüder und -schwestern dazu angestiftet, ungehorsamen Mitgliedern seiner ultrakonservativen Gemeinde die Haare abzuschneiden und den Bart zu rasieren.

Bei den Attacken mit Scheren und batteriebetriebenen Rasierapparaten wurden mehrere Menschen verletzt. Kopf- und Gesichtsbehaarung gelten bei den Amischen als heilig.

Die christliche Religionsbewegung lehnt den technischen Fortschritt zum grossen Teil ab. Die Amischen führen ein einfaches Leben, meist unter Verzicht auf Telefon, Computer oder Fernsehen. Statt Autos nutzen sie Pferdegespanne. Ihre Wurzeln haben sie in der Täuferbewegung des 16. Jahrhunderts.

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SDA-ATS